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Symphonieorchester Vorarlberg präsentiert Programm für die Saison 2012/13

Präsentierten das Programm des Symphonieorchesters Vorarlberg für die Saison 2012/2013: Chefdirigent Gérard Korsten, Vorstand Eduard Konzett, Geschäftsführer Michael Löbl und Orchestervertreter Markus Ellensohn.
Präsentierten das Programm des Symphonieorchesters Vorarlberg für die Saison 2012/2013: Chefdirigent Gérard Korsten, Vorstand Eduard Konzett, Geschäftsführer Michael Löbl und Orchestervertreter Markus Ellensohn. ©Markus Gmeiner
Musikalische Highlights von internationalen Künstlern mit starkem Vorarlberg-Bezug

Ein spannendes Programm mit herausragenden Künstlern hat das Symphonieorchester Vorarlberg für die Saison 2012/13 zu bieten: Neben Chefdirigent Gérard Korsten werden Musikerpersönlichkeiten wie Alexander Lonquich und Kirill Petrenko zu erleben sein. Klassikfreunde können sich auf einen Abonnementzyklus von fünf Konzerten und einer Oper freuen. Mit dem Umbau des Montforthaus Feldkirch, der bis 2014 abgeschlossen sein soll, zieht das Symphonieorchester für die nächsten beiden Jahre ins Landeskonservatorium Feldkirch.

Am 12. Mai heißt es von einem liebgewonnen Spielort für immer Abschied nehmen. Das Montforthaus Feldkirch, Domizil des Orchesters seit der Gründung 1985, wird abgerissen und in zweijähriger Bauzeit vollkommen neu errichtet. 116 Konzerte und Opernaufführungen hat das Symphonieorchester Vorarlberg in den letzten 27 Jahren in diesem Haus gespielt.

Geschäftsführer Michael Löbl erklärt: „Natürlich sind wir etwas wehmütig. Es war uns aber klar, dass wir die Konzerte in Feldkirch belassen wollen.“ Das Symphonieorchester Vorarlberg wird daher in den nächsten beiden Jahren jeweils drei Konzertprogramme immer zweimal (Donnerstag und Freitag) im Festsaal des Landeskonservatoriums spielen. Zwei Projekte mit großer Orchesterbesetzung werden ins Festspielhaus Bregenz verlegt.

Programmhighlights
Abwechslungsreiches Programm bietet das Symphonieorchester Vorarlberg im 26. Jahr seines Bestehens auf jeden Fall. Zum Auftakt der Saison 2012/13 im Oktober können sich Musikbegeisterte auf eine Besonderheit freuen. Zum ersten Mal präsentiert das Symphonieorchester mit dem deutschen Alexander Lonquich einen Pianisten, der gleichzeitig auch dirigiert. „Für uns eine Premiere, zu Mozarts Zeiten ganz normal“ sagt Michael Löbl. Zu hören werden Werke von Mozart und Beethoven sein.

Ein weiteres Highlight der nächsten Saison sind die Osterkonzerte mit dem Titel „Das Jahr 1913“ im Festspielhaus Bregenz: Zum hundertjährigen Jubiläum der Uraufführung von Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ werden der bekannte deutsche Schauspieler August Zirner und der Dirigent Alexander Drčar dem Publikum die revolutionäre Kraft dieses Werkes näherbringen. Ein Musikvermittlungsprogramm der besonderen Art, wie Michael Löbl erklärt: „Ohne Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ würde heute jede Filmmusik anderes klingen – es ist ein Meilenstein der Musikgeschichte.“

Musikland Vorarlberg
Und auch der erfolgreiche Zyklus MAHLER 9 x 9 unter der Leitung von Kirill Petrenko wird fortgesetzt. Den Bariton Johannes Martin Kränzle hat sich der Dirigent und designierte Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper selbst ausgesucht.

Mit Heidrun Wirth und Alex Ladstätter sind beim dritten Abonnementkonzert zwei Vorarlberger Musiker am Start: Die Bregenzerwälderin Heidrun Wirth ist Solofagottistin im Berner Symphonieorchester und Alex Ladstätter aus Bregenz ist derzeit als Klarinettist im Mozarteumorchester Salzburg tätig. Und auch die Oper, die wieder in bewährter Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater zur Aufführung kommt, steht unter heimischer Leitung. „La Traviata“ wird im Februar und März vom Dornbirner Thomas Platzgummer dirigiert. „Man könnte sagen, dass sich Vorarlberg in den letzten Jahren zum wahren Musikland beziehungsweise zur Talenteschmiede für junge Künstler entwickelt hat“, sagt Michael Löbl. Auch bei Aaron Pilsan, dem erst 17-jährigen Dornbirner Pianisten, der beim letzten Konzert der Saison im Mai 2013 gemeinsam mit Chefdirigent Gérard Korsten konzertieren wird, deutet alles auf eine Weltkarriere hin. „Ich freue mich, in der nächsten Saison mit so einem jungen Ausnahmetalent zu arbeiten“, erklärt Korsten, der dem Symphonieorchester Vorarlberg seit 2005 als Chefdirigent vorsteht.

98 Prozent Konzertauslastung
Auch in der letzten Saison konnte der gebürtige Südafrikaner mit seinem Orchester, dessen Mitglieder zu 80 Prozent aus Vorarlberg stammen, eine gute und stabile Auslastung erzielen: In 31 Aufführungen von zehn Programmen konnten insgesamt 26.000 Besucher gezählt werden und auch die Zahl der Abonnements blieb mit insgesamt 1.869 Stück konstant hoch. Korsten freut sich aber nicht nur über die zu 98 Prozent ausgelasteten Konzerte, sondern vor allem auch über das stetig steigende Niveau des Symphonieorchesters Vorarlberg: „Die Entwicklung der Orchesterqualität ist großartig“, sagt er zufrieden. Im neuen Abonnementzyklus werden sich in zwei Programmen unter seiner Leitung Streicher und Bläser des Orchesters jeweils als eigenständiges Kollektiv präsentieren.

Neuer Vorstand
Auch Eduard Konzett freut sich über die aktuellen Entwicklungen. Seit elf Jahren steht er dem Symphonieorchester Vorarlberg als Präsident vor. Anfang Mai wurde er bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung in seinem Amt bestätigt: „Ich freue mich sehr, meine Arbeit für das Symphonieorchester Vorarlberg fortsetzen zu dürfen“, sagt Konzett über den Wahlausgang. Neben Manfred Schnetzer, der seit 2005 Vizepräsident ist, wurde Peter Schmid ins erweiterte Präsidium geholt. Schmid ist seit 2007 kaufmännischer Geschäftsführer der inatura-Erlebnisschau in Dornbirn und leitet seither zudem als Geschäftsführer die Geschicke des Landeskonservatoriums Vorarlberg in Feldkirch. Er folgt als Vizepräsident dem im August letzten Jahres verstorbenen Hubert Bösch. „Ein gut und kontinuierlich arbeitender Vorstand ist unter anderem auch Garant für die gleichbleibend hohe Qualität des Orchesters“, erklärt Präsident Eduard Konzett.

Über das Symphonieorchester Vorarlberg
Das Symphonieorchester Vorarlberg wurde 1984 gegründet. Nach der Auflösung des Vorarlberger Funkorchesters 1959 entstand der dringende Wunsch, im westlichsten österreichischen Bundesland erneut ein Orchester auf höchstem Niveau zu etablieren. Als einziges professionelles Symphonieorchester des Landes ist das Symphonieorchester Vorarlberg aus dem Kulturleben Vorarlbergs nicht mehr wegzudenken und erfüllt eine wichtige kulturpolitische Aufgabe.

Der fixe Stamm des Symphonieorchesters Vorarlberg besteht aus professionellen Musikern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, aber auch Gästen aus anderen Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, der Camerata Salzburg, dem Musikkollegium Winterthur, dem Salzburger Mozarteumorchester oder dem Concertus Musicus Wien. Die Besetzung variiert jeweils zwischen 35 und 120 Musikern. Von 1988 bis 2005 war Christoph Eberle Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg. Tourneen führten es unter seiner Leitung mehrmals nach Wien, München, Düsseldorf, Madrid, Bozen sowie nach Salzburg und Neapel. Seit November 2005 ist Gérard Korsten Chefdirigent des Orchesters.

Quelle: Symphonieorchester Vorarlberg

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