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Suche nach Spuren

Satteins. Ein unterwasserarchäologisches Forscherteam untersucht den Schwarzen See nach historischen Beweisen.

Malerisch liegt der „Schwarze See“ inmitten des Waldes oberhalb der Gemeinde Satteins. In dem dunklen Gewässer spiegeln sich die Tannen, die Sage der „weißen Frau“ aus dem Schwarzen See ist hier allen Kindern ein Begriff.
Das noch nicht datierte Alter dieses Sees sowie die Vermutungen eines noch nicht entdeckten Römerweges veranlassten den Wiener Historiker und Unterwasserarchäologe Alexander Schwille, gemeinsam mit den beiden Archäologen Michael Konrad und Daniel Neubauer, im Zuge seiner Dissertation vergangene Woche mit verschiedenen Tauchgängen eventuelle Spuren eines ursprünglich angelegten Römerweges zu entdecken.
„Wir wurden insofern fündig, dass wir zwei Bäume, de facto Eichen, in Situ stehend entdeckten, die verwurzelt am Grund des Sees sind. Dies bestätigt uns, dass diese Bäume bereits ihre Wurzeln geschlagen hatten, als die Seefläche geflutet wurde“, so Alexander Schwille und ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass die Bäume nach der Überflutung noch ein paar Jahre gelebt haben, bis sie definitiv durch das Wasser abgestorben sind. Anhand der Jahresringe, sozusagen der Fingerabdruck eines Baumes, können mittels dendrochronologischer Untersuchungen das Alter der Bäume und somit auch das Alter des Schwarzen Sees bestimmt werden.“
Unterstützt werden Schwille und seine Kollegen von Klaus Pfeifer, Dendrochronologe und Holzanalytiker, der die Eichenbaumteile dendrochronologisch bestimmen wird. Das Muster der entnommenen Probe kann mit der Vergleichsammlung des Analytikers verglichen werden und somit ist mit dieser Methode das Ergebnis auf das Schlagdatum genau datiert.
„Betreffend des vermuteten Römerweges werden Untergrundmessungen (Sonar) vorgenommen und ein Seeprofil erstellt, womit bestätigt werden könnte, ob hier eine Strassentrasse durchführte“, berichtet Alexander Schwilla. „Man redet immer wieder von dieser vermeintlichen Strasse, aber nachgeschaut hat hier noch keiner“, engagieren sich Schwille und seine Kollegen ohne budgetären Zuschuss und mehr oder weniger uneigennützig für das Forschungsprojekt Schwarzer See.
„Wir hoffen natürlich auf Ergebnisse, die unsere Hypothesen bestätigen und dass sich eventuell auch Türen für budgetäre Unterstützungen öffnen lassen werden“, so der Unterwasserarchäologe.

Beate Müller-Reutz

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