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Suche nach hunderten Vermissten von Flüchtlingsboot vor Libyens Küste

Suche nach hunderten Vermissten geht weiter.
Suche nach hunderten Vermissten geht weiter. ©EPA
Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes vor der libyschen Küste am Mittwoch suchen die Rettungskräfte weiter nach Vermissten. An Bord des völlig überbesetzten Schiffkutters befanden sich nach unterschiedlichen Angaben bis zu 700 Menschen, lediglich 373 von ihnen konnten bisher gerettet werden. 25 Leichen wurden geborgen.
Suche nach hunderten Vermissten
Boot mit hunderten Flüchtlingen gekentert

Am Mittwoch war zunächst von 400 Geretteten die Rede gewesen, diese Zahl korrigierte die Küstenwache. Es werden Hunderte weitere Tote befürchtet.

Retter: “Fürchterlicher Anblick”

Ein Schiff mit den Leichen und den Überlebenden wird am Donnerstagnachmittag in Palermo eintreffen, wie die italienische Küstenwache berichtete. Fünf Migranten wurden mit einem Flugzeug auf Sizilien geflogen, da ihr Zustand besorgniserregend sei. “Es war ein fürchterlicher Anblick. Die Migranten hielten sich an allem Möglichen fest, um sich zu retten”, berichtete Juan Matias, Koordinator bei der Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen”, der an Bord des Schiffes “Dignity One” war, das Flüchtlingen zur Hilfe eilte.
Das Boot hatte am späten Mittwochvormittag einen Notruf an die italienische Küstenwache im sizilianischen Catania gesandt. Als sich das erste Rettungsschiff, die “Le Niamh” der irischen Marine, dem Unglücksort näherte, liefen die Flüchtlinge in Panik auf eine Seite des Fischkutters, woraufhin dieser kenterte.

Das Mittelmeer gilt aktuell als die tödlichste Grenze der Welt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) von Dienstag starben heuer bereits mehr als 2.000 Menschen beim Versuch, so nach Europa zu gelangen. Das bisher tödlichste Unglück ereignete sich im April, als mehr als 800 Flüchtlinge im Mittelmeer ertranken. (red/APA/dpa)

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