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Sturzprävention in Pflegeheimen

Bregenz -  Stürze sind nur selten zufällige und unvorhergesehene Ereignisse oder Folge von Alterungsprozessen. Meist werden sie durch verschiedene Risikofaktoren verursacht. Stürze stellen für Betroffene, Angehörige und Pflegepersonal eine große Belastung dar.

Über 50 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen stürzen im Durchschnitt einmal pro Jahr. Die Folge davon sind oftmals Frakturen, ein verlorenes Vertrauen in die eigene Mobilität und ein erhöhter Pflegebedarf.

Sturzprophylaxe statt freiheitseinschränkender Maßnahmen

Freiheitseinschränkende Maßnahmen tragen nicht zur Verringerung des Sturzrisikos bei. Im Gegenteil: Die Unsicherheit älterer Menschen steigt dadurch. Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewichtsgefühl nehmen ab und das Sturzrisiko erhöht sich. Eine deutliche Verringerung der Sturzgefahr wird erwiesenermaßen durch eine konsequente und professionelle Sturzprophylaxe erreicht. Dabei geht es um die Erhaltung bzw. Wiederherstellung größtmöglicher und sicherer Mobilität, verbunden mit einer höheren Lebensqualität.

Pilotprojekt „Sturzprävention im Pflegeheim“

Acht Vorarlberger Pflegeheime mit insgesamt 187 Pflegepersonen beteiligten sich von September 2008 bis April 2010 am Pilotprojekt „Sturzprävention im Pflegeheim“, das von der connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege im Auftrag des Landes Vorarlberg durchgeführt wurde. Qualifizierte Fachkräfte unterrichteten die teilnehmenden Pflegeeinrichtungen. Die Lerninhalte wurden in sechs Modulen vermittelt und berücksichtigten unter anderem: das Erstellen eines individuellen Sturzrisikos, das Durchführen von speziellem Bewegungstraining sowie das Erkennen und Vermeiden von Stolperfallen und Risikofaktoren. Im ersten Modul konnten die Teilnehmer, ausgestattet mit besonderen Hilfsmitteln, „einen Tag lang 80 Jahre alt“ sein. Diese Selbsterfahrung trug zu einem besseren Verständnis betagter Menschen und deren Sturzrisiko bei. Das fünfte Modul fand gemeinsam mit der Sportunion unter dem Schwerpunkt „Bewegt ins Alter“, einem Bewegungs- und Gesundheitsförderungsprojekt für mehr Mobilität im Alltag der Pflegeheime Vorarlbergs, statt.

Feierliche Abschlussveranstaltung

Am 10. Juni konnte den Vertreterinnen der teilnehmenden Pflegeheime das für zwei Jahre gültige Zertifikat von Landtagsvizepräsidentin Dr. Gabriele Nußbaumer überreicht werden. Der feierliche Abschluss dieses gelungenen Pilotprojektes fand im Montfortsaal im Landhaus statt und wurde musikalisch von einem Mitarbeiter eines der acht Pflegeheime umrahmt. Die Absolventen sind stolz, dank ihres zukunftsweisenden Einsatzes, einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Pflegeeinrichtungen zu leisten.


Factbox
Am Pilotprojekt nahmen insgesamt 187 Pflegepersonen aus folgenden Pflegeeinrichtungen teil: Sozialzentrum Altach, Sozialzentrum Bezau, Gesundheitsbetriebe Dornbirn mit den Heimen Höchsterstraße und Lustenauerstraße, Sozialzentrum Frastanz, Sozialdienste Götzis, IAP Sozialzentrum Ludesch und das Sozialzentrum Satteins.

Die Referenten des Lehrganges: DGKS Christa Schrammel, stellvertretende Pflegedirektorin der Krankenpflegeschule in Feldkirch, Christiane Feuerstein, Physiotherapeutin, Mag. Nicole Salzmann, Sportunion, Sonja Schiff, Geschäftsführerin Care.Consulting, Sebastian Schmid, Sportunion


Veranstalter
connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Landes Vorarlberg.

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