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Studieren ohne Matura – geht das?

Wer sich in der Schulzeit entschieden hat, statt der Matura einen Beruf zu erlernen, muss das Studieren aber nicht gleich abschreiben.
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Mit einem Studienabschluss eröffnen sich im Leben neue Karrieremöglichkeiten. Aus diesem Grund gibt es viele Studieninteressente, die die fehlende Matura ausgleichen wollen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Matura nachzuholen. Zum Beispiel über die Berufsreifeprüfung oder die Studienberechtigungsprüfung.

Berufsreifeprüfung

Die Berufsreifeprüfung entspricht einer vollwertigen Matura, die während oder nach der Lehre erlangt werden kann. Einen Teilbereich der Abschlussprüfung bildet berufliches Fachwissen, das bereits in der Lehre erworben wurde. Mit Abschluss der Berufsreifeprüfung ist man berechtigt, jeden Studiengang, der an einer Universität, einer Fachhochschule, einer Pädagogischen Hochschule, einem Kolleg oder einer Akademie angeboten wird, zu studieren. Wenn man die Berufsreifeprüfung absolvieren möchte, sollte man eine Lehre, eine dreijährige mittlere Schule oder eine Meisterprüfung vorweisen können. Doch die Berufsreifeprüfung eröffnet nicht nur den Weg ins Studium, sondern durch sie erlangt man auch ein spezifischeres Fachwissen.

Die Prüfung

Wie der Name schon erahnen lässt, muss jeder Absolvent am Ende der Berufsreifeprüfung vier verschiedene Teilprüfungen bestehen: Dazu zählen eine schriftliche Klausur und mündliche Prüfung in Deutsch, eine schriftliche Klausur in Mathematik, eine  schriftliche Klausur oder eine mündliche Prüfung in einer Fremdsprache sowie eine schriftliche Klausur und mündliche Prüfung oder alternativ eine Projektarbeit im berufsbezogenen Fachbereich. Erworbene Zertifikate in einer lebenden Fremdsprache, Meisterprüfungen oder andere Fachausbildungen werden in einigen Fällen für die Berufsreifeprüfung angerechnet. Hierdurch können einzelne Teilprüfungen entfallen. Dabei können drei von vier Prüfungen bereits parallel zur Berufsausbildung abgelegt werden. Die letzte Prüfung kann allerdings nicht vor dem 19. Lebensjahr absolviert werden, da dies das Mindestalter zum Erlangen der Berufsreife ist.

Studienberechtigungsprüfung

Im Gegensatz zur Berufsreifeprüfung ist die Studienberechtigungsprüfung nicht gleichzusetzen mit der Matura. Sie befähigt lediglich zum Studieren eines speziellen Studiengangs. Und hier entsteht für viele schon eine große Hürde, denn sollte man sich für eine Studienberechtigungsprüfung entscheiden, sollte man sich im Voraus sicher sein, welchen Studiengang man absolvieren möchte. Ein Wechsel in einen anderen Studiengang ist im Nachhinein nicht möglich, sondern erfordert eine erneute Studienberechtigungsprüfung.

Es gibt sowohl für Universitäten als auch für Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und Kollegs sowie für die Pharmareferentenprüfung, das Psychotherapeutische Propädeutikum und die Hebammenakademie eine Studienberechtigungsprüfung. Ein Vorteil ist außerdem, dass man schon vor dem Ablegen der Prüfung Kurse des künftigen Studiums besuchen kann. Die Prüfungen der besuchten Kurse können nach Bestehen der Studienberechtigungsprüfung nachträglich absolviert werden. Im Durchschnitt dauert die Studienberechtigungsprüfung zwei bis drei Semester.

Voraussetzungen

Um für eine Studienberechtigungsprüfung zugelassen zu werden, muss zunächst ein Antrag auf Zulassung bei der angestrebten Bildungsstätte gestellt werden. Das Mindestalter für Universitäten und Fachhochschulen beträgt 20 Jahre, für Kollegs muss man mindestens 22 Jahre alt sein oder alternativ eine vierjährige Berufserfahrung vorweisen können. Weiter Voraussetzungen sind unter anderem eine studienbezogene Vorbildung (beruflich oder außerberuflich), die österreichische oder EWR-Staatsbürgerschaft sowie eine berufliche oder außerberufliche Vorbildung.

Wie auch immer man sich entscheidet, es gibt viele verschiedene Wege, um auch ohne ­­­­Matura zu studieren.

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