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Studie belegt: Architektur macht (bringt) Gäste

Bregenz - Laut der Studie "Architektur macht Gäste" fanden 88 Prozent der 300 befragten Betreiber von Tourismusbetrieben aus ganz Österreich, dass sich die Investition in moderne Architektur für sie gelohnt habe.

Die im Auftrag von Wirtschaftsministerium, WIFI und Vorarlberg Tourismus durchgeführte Studie wurde am Mittwoch im Rahmen eines Symposiums in Bregenz präsentiert.

Alle befragten Unternehmen hatten für den Neu- oder Umbau ihres Betriebs hochwertige, zeitgenössische Architektur eingesetzt. 51 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre wirtschaftlichen Kennzahlen über dem Branchendurchschnitt lägen.

80 Prozent der Studien-Teilnehmer bestätigten, dass moderne Bauweise ein wichtiger Marketingfaktor sei. Für 97 Prozent der Architektur-Vorreiter hat sich durch die gestalterische Innovation die Erwartung einer Differenzierung vom Mitbewerber erfüllt. 95 Prozent sehen ihren Betrieb für neue Gäste-Schichten attraktiv.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass zeitgenössische Architektur die regionale Identität stärkt und über die Berücksichtigung von Ökologie, kultureller Ressourcen und sozialer Umwelt einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. So wirke die Architektur als Motor für die regionale Wertschöpfung, hieß es in der Studie.

Zeitgenössische Architektur erschließe neue, einkommensstarke Gästegruppen, berichtete Studien-Verfasserin Bibiane Hromas von „pla’tou – plattform für architektur und tourismus“. Besonders gelte das für den gehobenen Kultur-, Genuss- und Erlebnistourismus. Moderne Gestaltung sei aber „keine allein stehende Größe“, so Hromas. Sie trage vielmehr im Zusammenhang mit einem durchdachten Unternehmens- und Markenkonzept und einem serviceorientierten Dienstleistungsangebot zum Erfolg eines Tourismusbetriebs bei.

Christian Schützinger, Direktor von Vorarlberg Tourismus, erklärte, Vorarlberg setze zeitgenössische Architektur auch im Tourismus strategisch ein. „Sie ist ein wesentlicher Bestandteil im Marketing des kleinsten, jedoch in diesem Bereich auf jeden Fall innovativsten österreichischen Bundeslandes“, betonte Schützinger. Er sehe es als seine Aufgabe, bei touristischen Anbietern in Vorarlberg das Bewusstsein für das Thema zu schärfen. Es gehe jedoch nicht um Architekturtourismus, sondern um die Verbindung von Architektur und Tourismus. Die Ergebnisse der Studie sollen nun als Orientierungshilfe für Entscheidungsträger in der touristischen Projektentwicklung dienen.

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