Strom: Verbrauch stark gestiegen

Bregenz (VN) -  2009 hatte die Krise in der heimischen Wirtschaft auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch in Vorarlberg. Der Absatz ist um rund zwei Prozent auf 2,096 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Mit dem Aufschwung 2010 hat auch der Strombedarf kräftig zugelegt.

„In Vorarlberg verzeichnen wir beim Stromverbrauch ein Plus von 3,8 Prozent“, so Ludwig Summer, Vorstandsvorsitzender der Illwerke/VKW gestern zu den VN. 2010 wurden im gesamten Bundesland 2,175 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht, so die Illwerke/VKW auf VN-Anfrage. Besonders hoch war der Verbrauch in der Industrie. Da liege das Plus bei 6,2 Prozent, so Summer weiter. Bei Tarifkunden (Haushalte, Gewerbe, Landwirtschaft) verzeichnet der heimische Energieversorger eine gesteigerte Nachfrage in der Höhe von 2,1 Prozent.

 

Im Dezember plus 6,6 Prozent

Den stärksten Anstieg gab es 2010 im Dezember mit einem Plus von 6,6 Prozent. Die Zahlen würden zeigen, dass sich die Vorarlberger Wirtschaft sehr gut entwickelt habe, analysiert Ludwig Summer. Für das aktuelle Jahr rechnet der Illwerke/VKW-Chef mit einer Steigerungsrate von 1,2 Prozent. Summer spricht von einer Steigerung, die im üblichen Rahmen liege. Österreichweit wird mit einem Anstieg von 1,6 bis 2 Prozent gerechnet. „Man sieht, dass die Maßnahmen in Sachen Energieeffizienz in Vorarlberg wirken“, sagt Summer. Die aktuellen Vorarlberg-Zahlen unterscheiden sich nur geringfügig von den österreichweiten Daten. Dort lag der Stromverbrauch mit einem Plus von 4,3 Prozent etwas höher. Man müsse aber berücksichtigen, dass im gesamten Bundesgebiet der Rückgang 2009 mit vier Prozent fast doppelt so hoch war, wie in Vorarlberg, die aktuelle Steigerung aber beinahe im selben Rahmen stattgefunden habe, so Summer.

 

Auf Vorkrisen-Niveau

Im gesamten Bundesgebiet wurden im Vorjahr 68.477 Gigawattstunden (GWh) Strom verbraucht. Der Stromverbrauch lag damit auf dem Niveau von 2008 mit rund 68.500 GWh (siehe Grafik). Generell wächst der Stromverbrauch in Österreich pro Jahr zwischen 1,6 und 2 Prozent. 2011 dürfte sich der Zuwachs wieder auf diesen langjährigen Trend einpendeln.

 

Nettostromimporteur

Österreich war auch im Vorjahr Nettostromimporteur: Physikalischen Importen von 19.745 GWh standen Exporte von 17.531 GWh gegenüber. Der Importüberhang lag somit bei 2214 GWh.

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