Strömender Regen hält Feuerwehren in Atem

Schwarzach - Die Feuerwehren im Land wurden am Montag zu rund 70 Einsätzen aufgrund des Hochwassers gerufen. Interview mit ÖAMTC-Verkehrsexperte  | LR Egger  | Neuer Rhein  | Verkehrsbehinderungen  | | Hochwasser am Rhein   | Hochwasser Frutz, Koblach 

Laut Rettungs- und Feuerwehrleitstelle handelte es sich bei rund 80 Prozent der Einsätze um überflutete Keller, die ausgepumpt werden mussten.

Ansonsten wurden die Feuerwehren des Landes zum Absichern von Häusern und Wohnungen mittels Sandsäcken oder zum Lösen von Verklausungen in Bächen und Flüssen gerufen. Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand, im Laufe des Montag Nachmittags hat sich die Lage großteils beruhigt.

In der Nacht zum Montag und in den frühen Morgenstunden hatten die Feuerwehren nur vereinzelt ausrücken müssen, im Lauf des Vormittags jedoch häuften sich die Einsätze. Vor allem in Hohenems und Dornbirn hatten die Feuerwehrleute Pumparbeiten in Kellern zu verrichten. In Hohenems wurden zudem verschiedene Straßen im Stadtgebiet überflutet und mussten fünf Kühe, die sich im Uferbereich des hochwasserführenden Koblacherkanals befanden, in Sicherheit gebracht werden. Weiters kam es sowohl in Hohenems als auch in Götzis (Bezirk Feldkirch) zu Verklausungen von Bächen. Aber auch in den anderen Landesteilen war man auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen.

Der Rhein-Pegel übertraf Montag früh zwischen 7.00 und 8.00 Uhr die Vorwarnstufe, stieg nach 9.00 Uhr aber kaum mehr an und blieb bis zum frühen Nachmittag in etwa auf dem Höchstniveau vom Sonntag. Der Pegel hatte bereits am Sonntagnachmittag die Vorwarnstufe überschritten, war in den Abendstunden aber wieder zurückgegangen. Von einer Bedrohung war nicht auszugehen.

Ebenfalls kräftig angestiegen ist der Wasserspiegel des Bodensees. Sein Pegel legte am Wochenende in Bregenz um über 15 Zentimeter auf 4,04 Meter am Montagvormittag und auf 4,10 Meter zu Mittag zu. Damit lag er jedoch nach wie vor rund 20 Zentimeter unter der dem langjährigen Durchschnittswert für den 14. Juli. Um den Wasserspiegel um einen Zentimeter zu heben, müssen übrigens gigantische 5,4 Millionen Kubikmeter Wasser in den Bodensee fließen.

Am frühen Nachmittag beruhigte sich das Wetter zunächst im Bodenseeraum und im Rheintal, anschließend sollte auch in den anderen Landesteilen der Regen nachlassen bzw. aufhören. Für den Dienstag war trockenes Wetter vorhergesagt. In Vorarlberg regnet es – mit Unterbrechungen – bereits seit Samstag. Schon am Sonntag wurde die Feuerwehr zu 18 Einsätzen gerufen. Nach Angaben des ZAMG Wetterdienstes Bregenz fielen am Wochenende in Vorarlberg 70 Liter Regen pro Quadratmeter, am Montag kamen noch einige Liter hinzu.

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