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Streit zwischen Stadt und "druck werk"

Bürgermeister Rümmele übt Kritik an der Geschäftsführung des Druckmuseums. Zwischen dem Dornbirner Rathaus und dem Museum "druck werk" gibt es offensichtlich Spannungen.

Die Museumsbetreiber wollen eine Übernahme der Miete durch die öffentliche Hand, um das „druck werk“ zu retten. Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele verweist auf ein bestehendes Angebot. Das sieht vor, einen Teil des geforderten Mietzuschusses durch Druckaufträge der Stadt abzudecken.

Rümmele erinnert auch an eine einmalige Unterstützung der Stadt von 30.000 Euro anlässlich der Eröffnung des Museums. Mehr sollte es nicht geben, „denn es wurde damals ausgemacht, dass man sich an den laufenden Kosten nicht beteiligen wird“. Der Stadtchef fordert in diesem Zusammenhang nicht das erste Mal die Druckereibranche des Landes auf, dem „druck werk“ finanziell unter die Arme zu greifen. „Von einer ideellen Unterstützung, wie von der Innung versprochen, kann niemand leben.“

Dass die Chemie zwischen „druck werk“-Geschäftsführer Eckhard Gorbach und dem Dornbirner Stadtchef nicht stimmt, ist nicht zu übersehen. Das zeigen die Äußerungen des Bürgermeisters auf der Sitzung der Stadtvertretung: „Die Situation ist nicht gut. So ist es für uns unmöglich, mit der Obfrau des Vereines Kontakt aufzunehmen. Sie ist nicht auffindbar.“ Diese hat sich bisher zu den Diskussionen um die Zukunft des Museums tatsächlich nicht geäußert.

Rümmele könnte sich gut vorstellen, dass die Ausstellungsfläche reduziert wird, um Mietkosten zu sparen, ohne die Qualität des Angebotes zu mindern. „Ich sehe aber eine gewisse Sammelsucht eines Funktionärs“, übt Rümmele indirekt Kritik an Geschäftsführer Gorbach, weil dieser eher vergrößern als verkleinern will. Bekanntlich stellte ein Schweizer Unternehmer dem „druck werk“ eine komplette Setzerei gratis zur Verfügung. Für diese Maschinen ist aber kein Platz vorhanden.

SP-Stadtrat Mag. Gebhard Greber vermisst bisher ein klares Bekenntnis der Stadt zum Druckmuseum. Verständnis hat er für die Forderung der Kulturstadträtin, zuerst ein Konzept auf den Tisch zu legen, bevor öffentliche Mittel fließen.

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