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Streit um Parkplätze am Bödele

Dornbirn - Parkplatzmisere am Bödele: Grund ist der Streit zwischen Dornbirner Seilbahngesellschaft und Grundbesitzer über den Pachtzins der Parkflächen.

Viele Autofahrer, die am ersten Wochenende mit Skibetrieb aufs Bödele anreisten, taten sich bei der Parkplatzsuche schwer. Von der großen Abstellfläche auf dem „Kälberrücken“ war nämlich nur jener kleinere Teil geöffnet, der sich im Besitz der Stadt Dornbirn befindet. Nicht wenige mussten deshalb auf den Skispaß verzichten und wieder die Heimreise antreten. Das sorgte für großen Ärger.

Vertrag abgelaufen

Grund der Parkplatzmisere ist die Neuauflage eines Konflikts, der schon vor zehn Jahren die Gemüter erregte. Damals feilschten die Dornbirner Seilbahngesellschaft, die den Parkplatz auf der Passhöhe betreibt, und die Grundeigentümer aus Schwarzenberg, denen der größere Teil des „Kälberrückens“ gehört, über die Höhe der Pacht. Erst nach langem Hin und Her konnte kurz vor Saisonstart eine Einigung erzielt werden.

Inzwischen ist der Vertrag abgelaufen. Eine Verlängerung ist derzeit nicht in Sicht, obwohl seit eineinhalb Jahren Verhandlungen geführt werden. Es geht auch diesmal wieder um das liebe Geld. „Wir können die Preisvorstellungen der Agrargemeinschaft Unterlose beim besten Willen nicht akzeptieren“, sieht der Geschäftsführer der stadteigenen Lifte am Lank, Mag. Herbert Kaufmann, für eine baldige Lösung des Konfliktes eher schwarz. Wie hoch die Forderungen sind, wollte er nicht sagen. Über den Tisch ziehen lassen will er sich jedenfalls nicht, „denn irgendwo gibt es Grenzen“.

Sollte man sich nicht doch noch einigen können, droht auf dem Bödele ein Chaos. Denn auch bei komplett geöffnetem „Kälberrücken“-Parkplatz sind bei gutem Ski- oder Wanderwetter Abstellplätze immer Mangelware.

Einbußen

Von einer Sperre des Großparkplatzes, auf dem insgesamt rund 300 Pkws abgestellt werden können, sind nicht nur Skifahrer und Spaziergänger betroffen. „Auch die Grundeigentümer verlieren Geld“, lädt Kaufmann die Agrargemeinschaft ein, sich noch einmal an den Verhandlungstisch zu setzen. Enorme Einbußen drohen auch der Seilbahngesellschaft, denn sie kassiert für eine Tagesparkkarte immerhin stolze drei Euro. Die Parkeinnahmen sind inzwischen ein nicht unbedeutender Teil des Umsatzes der Lanklifte geworden.

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