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Streit um Ladezone

„Jeden Tag dasselbe Theater“, klagt Harald Moosbrugger im Bürgerforum Dornbirn. Der Besitzer der Vinothek „Moses“ ist verärgert. Der Grund: Zwei Parkplätze für Ladetätigkeit direkt vor seinem Geschäft, die schlecht zu erkennen sind.


„Täglich gibt es deswegen mindestens fünf Strafmandate. Die Leute denken, ich hätte sie angezeigt, aber das stimmt gar nicht.“ Moosbrugger fordert deshalb dringend eine Verbesserung und schlägt vor, mit einer Bodenmarkierung die Ladezone zu kennzeichnen. Im Bürgerforum Dornbirn wurde über diese Ladezone schon heftig diskutiert.


„Auch ich habe das „Schild“ bereits übersehen, geparkt und trotz Lösen eines Parkscheines Strafe gezahlt“, gesteht Claudia Lecher im Bürgerforum. „Bodenmarkierungen wären hilfreich“, findet auch sie. „Das Schild ist deutlich sichtbar. Wenn ich mich über diese Regel hinwegsetze, riskiere ich eine Strafe“, hält hingegen Ralf Hämmerle, Pressesprecher der Stadt Dornbirn die Situation für eindeutig:


Ladefläche besichtigt


Vertreter der Stadt haben die umstrittene Ladefläche bereits in Augenschein genommen. Die Behörden haben allerdings entschieden, dass alles beim Alten bleiben soll. „Die Ladefläche ist mit vier Tafeln gekennzeichnet, die aus jeder Richtung eindeutig zu erkennen sind“, sagt Dr. Gebhard Küng. Nachdem man die Stelle noch einmal besichtigt habe, könne man mit Sicherheit sagen, dass weitere Maßnahmen nicht erforderlich seien. „Wir haben die Tafeln bereits vor drei Jahren deutlicher gemacht. Eine weiße Bodenmarkierung würde im Innenstadtbereich das Straßenbild stören“, so Küng beim Lokalaugenschein letzte Woche. „Gestern Nachmittag sind drei Autos innerhalb einer Stunde mit bezahltem Ticket wieder auf diesen Plätzen gestanden“, versteht Moosbrugger die Entscheidung der Behörden nicht. „Wichtig ist, dass jeder weiß, dass die Stadt für dieses Problem zuständig ist und diese nicht „Moses“ gehören, der jeden Tag die dringend gebrauchen Besucher der Innenstadt beruhigen darf“, so Moosbrugger weiter. Die Diskussion im Bürgerforum geht also weiter, obwohl die Sache von den Vertretern der Stadt bereits zu den Akten gelegt wurde. Die „VN“-Heimat geht der Sache weiter nach und wird versuchen, doch noch eine sinnvolle Lösung zu finden.

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