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Streckenausbau der ÖBB

Symbolfoto
Symbolfoto ©Marktgemeinde Lustenau

Lustenau. Die Bahnstrecke von Bregenz ins schweizerische St Margrethen wird ab Herbst 2010 von den ÖBB in eine internationale Hochleistungsstrecke ausgebaut. Über das Großprojekt wurden vergangene Woche Anrainer und Interessierte von den ÖBB umfassend informiert.

Schneller und bequemer soll man in Zukunft mit der Bahn von Bregenz nach St Margrethen bzw Zürich und München gelangen. Die ÖBB planen den Umbau der Bahnstrecke von Bregenz nach St Margrethen in eine internationale Hochleistungsstrecke mit Geschwindigkeitserhöhungen und einem Ausbau der Haltestellen.

Infoabend im Reichshofsaal
An einem Informationsabend im Lustenauer Reichshofsaal präsentierten Projetkleiter Karl Schmid von der ÖBB-Infrastruktur AG gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Dieter Grabher, Verkehrsplaner des Landes Christian Rankl, Rheinbauleiter Martin Weiß, Architekt Marco Ostertag und Albert Außerlechner von Bernard Ingenieure den aktuellen Stand. Lustenau habe ein vitales Interesse am Ausbau dieser Strecke, betonte Bürgermeister Grabher. Das fange beim Hochwasser- und Lärmschutz an und führe über wichtige Rad- und Gehwege bzw Unterführungen bis zum Lustenauer Bahnhof als Glied der internationalen Bahnstrecke.

Start im Herbst 2010
Im Herbst 2010 werden die Bauarbeiten beginnen, bis 2014 soll die Strecke befahrbar sein. Das gesamte Vorhaben kostet 78 Mio Euro, der Streckenausbau zwischen Lustenau und St Margrethen beläuft sich auf 40 Millionen Euro. Wegen seines internationalen Charakters – die Umbaustrecke liegt zwischen München und Zürich – wird das Projekt zusätzlich von der EU gefördert.

Zeitersparnis durch Streckenbeschleunigung
Die neu geplante Streckenführung soll eine echte Alternative zum Auto sein. So sind nach dem Ausbau 90 Minuten für Zürich/Kloten bis Bregenz und 30 Minuten Fahrzeit von St Gallen bis Bregenz machbar und gut 3 Stunden von München nach Zürich. Bereits jetzt, mit Fahrplanumstellung ab dem 13.12.2009, wird der Regionalverkehr zwischen Bregenz und St Margrethen im 30-Minuten-Takt erfolgen.

Lärm- und Erschütterungsschutz gewährleistet
Über die Lärmschutzmaßnahmen sind die Anrainer bereits im Vorfeld von den Verantwortlichen der ÖBB über deren Pläne zum Streckenausbau informiert worden. Projektleiter Karl Schmid von den ÖBB versichert, dass die Bauausführung in einer Wanne eine leise Trassenführung und eine gute Abschirmung zum Siedlungsgebiet möglich macht.

Hochwasserschutz durch neue Eisenbahnbrücke
Ein wichtiger Teil des Gesamtprojekts ist die Erneuerung der Eisenbahnbrücke bei Lustenau über den Rhein. Um dem Hochwasserschutz Rechnung zu tragen, wird die Brücke um 2,20 Meter angehoben und und 12 Meter flußaufwärts verlegt. Klares Ziel ist es, nach Anhebung der Eisenbahnbrücke dem Hochwasserschutz bis zu einem 100-jährigen Ereignis Rechnung zu tragen. Gefährliche Verklausungen, die zu einem Dammbruch führen können, werden so verhindert. Die Stahl-Beton-Konstruktion besteht aus zwei Vorlandbrücken auf der österreichischen Seite, vier Vorlandbrücken auf der Schweizer Seite und einer Hauptbrücke über den Rhein mit einer Spannweite von über 100 Meter. Im Ganzen sind acht Eisenbahnüberführungen – drei auf Schweizer, fünf auf österreichischer Streckenführung – baulich auszuführen.

Erneuerung der Infrastruktur
Insgesamt ist bei dem Großprojekt die Erneuerung der kompletten Bahnstrecke Lauterach – St Margrethen geplant. Infrastruktur und Gleise werden modernisiert und es wird eine neue Haltestelle Lauterach West geben. Die Bauarbeiten zwischen St Margrethen und Lustenau beginnen im September 2010 und dauern etwa zwei Jahre. Im Herbst 2011 wird mit den Arbeiten zwischen Lauterach und Lustenau begonnen. Die Strecke bleibt bis auf fünf Wochen während der gesamten Bauzeit befahrbar.

Quelle: Marktgemeinde Lustenau

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