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Strategiepapier für Umweltschutz

Schwarzach - Nach intensiven Vorarbeiten liegt nun das Strategiepapier für den Natur- und Umweltschutz in Vorarlberg vor. Dies umfasst die Zielsetzungen bis 2015 und Arbeitsschwerpunkte bis 2009.  LH Sausgruber, Georg Grabherr, LR Schwärzler

Damit erhält der Natur- und Umweltschutz ein Mehrjahresprogramm mit klaren Zielsetzungen, Ressourcenplanung und Erfolgskontrolle, informierten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrat Erich Schwärzler im heutigen (Dienstag) Pressefoyer. Der Vorsitzende des Naturschutzrates, Georg Grabherr, sprach von einem “ambitionierten Programm”.

In dem Strategiepapier werden die wichtigsten Ziele bis 2015 festgelegt und die Arbeitsschwerpunkte bis 2009 präsentiert. Kerninhalte der Strategie sind:

  • Verstärkte Schaffung eines Bewusststeins für Natur und Umwelt.
  • Die Bevölkerung soll sich in hohem Maß mit intakter Natur und Umwelt identifizieren. LH Sausgruber: “Der Mensch wird in der Naturschutzarbeit in die Mitte genommen. Saubere Luft, gutes Wasser und funktionsfähige Böden sind für Tiere, Pflanzen und Menschen gleichermaßen wichtig.”
  • Ökologische Bildung mit Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftsschutz soll breit verankert werden. Dabei sollen insbesondere Kinder und Jugendliche verstärkt eingebunden werden.
  • Das Programm “Naturschutz in den Gemeinden” wird verstärkt umgesetzt.
  • Die Ausschüsse in den Gemeinden werden über die Themen des Natur- und Umweltschutzes gut informiert.

    Zielrichtung bis 2015

    Das Strategiepapier formuliert in mehreren Bereichen klare Ziele, erläuterte Landesrat Schwärzler, darunter: Natur und Umwelt im Freiraum sowie im Siedlungsraum, verstärkte Schaffung eines Bewusstseins für Natur und Umwelt sowie Bildungsangebote.

    Arbeitsschwerpunkte bis 2009

    Auch Arbeitsschwerpunkte bis 2009 werden im Strategieprogramm angeführt – der Umweltlandesrat nennt die wichtigsten:

  • Landesinterne Vernetzung: Einrichtung einer Arbeitsgruppe Klimaschutz und einer Arbeitsgruppe Lärm
  • Start einer Bildungsinitiative mit Schwerpunktauslegung in den Gemeinen: Beratung der zuständigen Gemeindemandatare, Exkursionen, Förderung ehrenamtlicher Netzwerke, Durchführung eines Tages der Natur
  • Weitere Durchführung der Wiesenmeisterschaft
  • Natura 2000-Schutzgebiete: Jährlicher Bericht der Gebietsbetreuer unter Zuhilfenahme der bestehenden Checkliste, Monitoringplan ist erstellt und in Umsetzung
  • Sicherung der Naturwerte in Rheintal und Walgau: Biotopverbundplanung Rheintal und Walgau, Prioritätenliste für notwendige Biotopvernetzungen, Erstellung einer Gesamtübersicht über die Naturwerte
  • Naturschutz in den Gemeinden.

    “Ambitioniertes Programm”

    Naturschutzratvorsitzender Grabher sprach von einem “ambitionierten Programm, dass sämtliche Bereiche umfasst – von der Gesetzgebung bis hin zu konkreten Projekten”. Besonders bedeutsam ist für Grabherr die Information der Bevölkerung: “Wir sind von biologischer Vielfalt umgeben”, so Grabherr. In Vorarlberg existieren rund 1.600 Pflanzen- und 30.000 Tierarten.

    Zielgruppe für die Umsetzung sind die Abteilungen des Amtes der Landesregierung und die nachgeordneten Dienststellen, die angehalten werden, in ihrem Arbeitsfeld auf die Zielrichtungen der Strategie Bedacht zu nehmen. Über den Gemeindeverband werden die Inhalte der Strategie den Gemeinden näher gebracht.

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