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Strasser: "I have to be careful about my body"

Am zweiten Prozesstag werden die Videos der Sunday-Times-Journalisten vorgeführt
Am zweiten Prozesstag werden die Videos der Sunday-Times-Journalisten vorgeführt ©APA
Nachdem nach einer kurzen Umbaupause die technischen Probleme mit dem Abspielgerät behoben waren, führte sich der Schöffensenat in voller Länge das Video zu Gemüte, das die erste Begegnung von Ernst Strasser mit den vermeintlichen beiden Lobbyisten in einem Brüsseler Restaurant dokumentierte.
"Habe Fallen gestellt"
Ernst Strasser vor Gericht

Auffallend dabei: Das gewöhnungsbedürftige Englisch, in dem der ehemalige Delegationsleiter der ÖVP im Europäischen Parlament Smalltalk führte.

Eineinhalb Stunden benötige er, um mit dem Flugzeug von Wien nach Brüssel zu gelangen, berichtete Strasser seinen Gesprächspartnern einleitend. “In the times of the vulcan ashes” (gemeint: der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im März 2010, Anm.) sei das nicht möglich gewesen.

“The funny time of the year”

Das heimlich aufgenommene Treffen fand am 11. November 2009 statt – dem offiziellen Faschingsbeginn, worauf Strasser die Engländer aufmerksam machen wollte. Um 11.11 Uhr beginne “the funny time of the year. Children make a mascerade”, so Strasser. Und weiter: “In Austria the people go around and drink beer and schnaps.”

Der Ex-Innenminister wollte den Journalisten weiters mitteilen, dass es in seiner Heimat Ende Oktober außergewöhnlich milde Temperaturen gegeben hatte: “In Austria it was late summer with 20 degrees.” Österreich sei außerdem grundsätzlich “a drinking country”. Er selbst trinke aber keinen Alkohol: “I give a example for drinkers.” In diesem Zusammenhang erzählte Strasser, er habe als Student in einer Brauerei gearbeitet, wo ein Kollege am Arbeitsplatz 20 Bier getrunken und nichts gegessen habe. Dafür habe er nach Feierabend noch ein paar Bier mit nach Hause genommen.

Als es in dem Restaurant ans Bestellen ging, bemerkte Strasser mit der Speisekarte in der Hand: “I have to be careful about my body.” Den Einwurf eines Journalisten, er mache einen fitten Eindruck, begrüßte der 56-jährige Grieskirchner mit einem lachenden “Thank you.”

Auch die schon bekannten, über Youtube verbreiteten Sequenzen, in denen Strasser über seinen politischen Werdegang referierte, bekamen die Zuhörer noch einmal zu sehen. Dass er in Brüssel sei, bezeichnete Strasser als “mistake”, der Chef seiner Partei habe ihn zum “frontrunner” im EU-Wahlkampf bestimmt (“This was not my wish”). Er werde nun die Zeit in Brüssel nutzen, um sich ein Netzwerk aufzubauen, das er danach für seine eigene Firma nützen könne (“Of course I am a lobbyist”).

Zu seiner politischen Einstellung erklärte Strasser: “My political is in the center of the political.” Dass dies so sei, führte er darauf zurück, dass er “son of a little farmer” sei.

(APA)

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