AA

Straßenlampen stoßen auf Unverständnis

Franz Riedmann findet, dass im Zuge der Kanalisierungsarbeiten im Süden Lustenaus, zu viele neue Lichtmasten errichet wurden.
Franz Riedmann findet, dass im Zuge der Kanalisierungsarbeiten im Süden Lustenaus, zu viele neue Lichtmasten errichet wurden. ©cth
Straßenlampen stoßen auf Unverständnis

Lustenau. „Im
Zuge der Kanalisationsarbeiten wurden die Widnauerstraße samt südlicher
Reichenau (beim Walhalla) und die Forststraße massenhaft mit mehr als sechs
Meter hohen Stahlrohr-Straßenlampen bestückt. Dabei wurde auch vor
Seitenstraßen und Sackgassen nicht Halt gemacht. Viele dieser Lampen scheinen
nun die ganze Nacht in Vorgärten und auf Balkone und es werden Wohn- und
Schlafzimmer der Anwohner ausgeleuchtet. Abgesehen von den gesundheitlichen
Auswirkungen einer solchen Dauerbeleuchtung (Licht-Smog) verändern diese
reihenweise aufgestellten Lampen auch das Ortsbild und das Wohngefühl sehr
nachteilig“, meldet sich Franz Riedmann im Bürgerforum. „Mich würde daher interessieren,
wie man auf diese Anzahl von Lampen und diese Höhe kommt, welche Kosten diese
verursachen und wozu so viele Lampen aufgestellt wurden. Die Bürger werden mit
Appellen zu sparsamem Stromverbrauch aufgefordert. Hier aber wird jede Menge
Energie verschwendet“, so Riedmann.  „Auch
im Norden von Lustenau findet man ähnliche Beleuchtungssituationen. Ein
besonders markantes Beispiel ist etwa die Scheibenstraße. Zwischen den letzten
Häusern im nördlichen Teil und der Abzweigung bei der Brücke zum
Industriegebiet Rasisbündt liegen ungefähr 400 Meter praktisch unverbauter
Strecke – im Osten ist dies sogar Landesgrünzone. Dennoch stehen auch an dieser
Straße unzählige solcher Masten“, schildert auch Manfred Hagen. „Die
Fußgängerfrequenz in diesem Bereich ist in den Randstunden gleich null. Alle
anderen Verkehrsteilnehmer sind mit Lichtanlagen ausgestattet und brauchen
eigentlich keine Beleuchtung. Solche Straßen am Ortsrand kann man nicht mit
hoch frequentierten Hauptstraßen im Inneren der Gemeinde vergleichen. Deshalb
sollte an der Peripherie sparsamer beleuchtet werden – im Interesse der
Gemeindefinanzen, der Energieeinsparung, der durch Lichtverschmutzung
beeinträchtigten Fauna und der Anrainer, die manchmal taghell erleuchtete
Schlafzimmer erdulden müssen“, so Hagen abschließend. Bauamtsleiter DI Dominik
Wäger nimmt darauf Stellung: „”Herr Riedmann wohnt im Süden von Lustenau.
Hier wurde im Zuge der Kanalisierungsarbeiten auch eine Straßenbeleuchtung
errichtet. Dazu wurde – wie allen anderen Sanierungen/Neubauten – durch einen
Beleuchtungsplaner die normgerechte (ÖNORM EN 13201 Teil 1 bis 3) Beleuchtung
ermittelt und später auch umgesetzt. In die Berechnung selbst gehen viele
Faktoren, wie Verkehrsmengen, Geschwindigkeiten, etc ein, d.h. Nebenstraßen
sind weniger hell beleuchtet als Hauptstraßen“, so Wäger. „Ergebnis der
Berechnung sind Leuchtentyp, Masthöhe, Mastabstand und -standort. Die
vorhandene Beleuchtung in besagter Straße wird als sehr hell empfunden, vor
allem auch deshalb, weil vorher praktische keine Beleuchtung vorhanden war. Aus
Haftungsgründen möchten die Verantwortlichen in Lustenau nicht auf die
normgerechte Beleuchtung verzichten, zumal dort ein Kindergarten und ein
Sportplatz situiert sind“, Wäger weiter. „Es gibt Gemeinden, die die
Beleuchtung mit Ausnahme der Fußgängerübergänge ganz abschalten. Das ist eine
politische Entscheidung. In Lustenau wurde vor einem Jahr im Gemeindevorstand
beschlossen, keine Straßenbeleuchtung ohne vorhergehende Berechnung nach Ö-Norm
auszuführen“, Wäger abschließend.

 

 

 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Lustenau
  • Straßenlampen stoßen auf Unverständnis
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen