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Straßenschäden von ca. drei Millionen

Noch sei es zu früh, eine verlässliche Bilanz über die Schäden zu ziehen, welche die jüngsten Katastrophenereignisse im Bundesland Salzburg verursacht haben.

Eine erste, grobe Bestandsaufnahme an Straßen und Brücken gehe von bis zu drei Millionen Euro an unmittelbaren Schäden aus, erklärte Verkehrs- und Straßenbaureferent Landesrat Walter Blachfellner (S) heute, Dienstag. Insbesondere bei den Brücken werde aber erst bei Niedrigwasser – also im Winter – das tatsächliche Ausmaß erkennbar sein.

Blachfellner geht davon aus, dass als Folge von Hochwasser und einzelnen Starkregenereignissen in den Gebirgsgauen die Prioritätenreihung bei kleineren und mittleren Straßen- und Brückenbauvorhaben verändert, und dass einzelne zusätzliche Projekte in Angriff genommen werden müssen. So werde beispielsweise gerade die Glemmtal-Landesstraße untersucht, wo durch bauliche Veränderungen auf die wiederholten Vermurungen reagiert werden müsse.

Zur Behebung der unmittelbaren Schäden und für die zusätzlichen Projekte ist ein Sonderprogramm des Landes erforderlich, zu dessen Finanzierung soweit wie möglich Katastrophengelder des Bundes herangezogen werden müssen“, so der Landesrat. Blachfellner kann aber auch die Notwendigkeit einer zusätzlichen Dotierung aus Landesgeldern nicht ausschließen – wie es etwa in Oberösterreich und Niederösterreich der Fall ist.

Beträchtlich sind auch die Hochwasserschäden an der Salzburger Lokalbahn, wo es vor allem im Bereich Anthering zu Unterspülungen und Verschlammungen von Gleisanlagen und zur Beschädigung von Haltestellen und Sicherungseinrichtungen mit einem Schadensausmaß von – nach bisherigen Schätzungen – mehr als 250.000 Euro gekommen ist. Auch für die beschädigte Nahverkehrsinfrastruktur müsse es gelingen, in ausreichendem Maße Katastrophengelder des Bundes zur Verfügung gestellt zu bekommen, so der Verkehrsreferent.
Neben der akuten Schadensbehebung sieht Blachfellner auch das dringende Erfordernis, gemeinsam mit Wildbach- und Lawinenverbauung, Landesgeologie, Katastrophenfachleuten und Straßenbau-Experten der Baudirektion das Wissen über das Gefährdungspotenzial für die Verkehrsinfrastruktur im Bundesland Salzburg auf den neusten Stand zu bringen und davon geeignete Vorsorgemaßnahmen abzuleiten.

„Die atypischen Wettersituationen, wie Stark- oder Dauerregen, nehmen merklich zu. In einem Gebirgsland wie Salzburg bedeutet das in Teilbereichen neue Parameter für den vorbeugenden Schutz vor Naturkatastrophen. Dieses erhöhte Risikopotenzial könne nur durch eine Gesamtanstrengung aller damit befassten Stellen und Ressorts erfasst und davon geeignete Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden“, unterstrich der Landesrat.

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