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Straßen und Schienen: 10 Mill. Euro Schaden

Die Schäden im Schienennetz sind offenbar größer als jene auf den Bundesstraßen, A14 und S16. Gorbach schätzt die Schäden im ÖBB-Bereich auf rund fünf Millionen Euro, bei den Straßen auf rund vier Millionen.

Trotzdem war die Kardinalsfrage bei der Pressekonferenz am Freitag in Feldkirch: Wann können die Verkehrsverbindungen zwischen Vorarlberg und Tirol wieder freigegeben werden?

„Sowohl im Straßenbereich als auch bei den ÖBB sind es auf beiden Seiten des Arlbergs jeweils zwei Bereiche, die Kopfzerbrechen bereiten“, so der Infrastrukturminister zur aktuellen Situation. Bei Dalaas im Klostertal hat die Alfenz ein großes Stück der Arlbergschnellstraße S16 weggespült. Zwischen zwei und drei Wochen rechnet Gorbach für die Sanierungsdauer. Bis dahin wird aber eine Umleitung über die L97 möglich sein.

Für die ÖBB liegt der neuralgische Punkt in Vorarlberg bei Ludesch, wo zehn Güterwaggons entgleist waren. Es handelt sich um private Waggons aus Frankreich. Donnerstagmittag fehlte noch immer die Anweisung beziehungsweise Zustimmung der Eigentümerfirma, wie sie entfernt werden können: „Unser Ziel ist eine Zerschneidung der Waggons, um mit der Reparatur des Schienenkörpers beginnen zu können, ist Alfred Gruber von der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG überzeugt.

„Das größte und auch gemeinsame Problem von ÖBB und Asfinag liegt dennoch auf Tiroler Seite bei Strengen: Wo B316 und Arlbergbahn direkt aneinander grenzen, sind beide Verkehrswege schwer beschädigt. Auf Grund der Topographie gibt es auch keine Ausweichmöglichkeit“, so Vizekanzler Gorbach.

Die Bundesstraße weist Risse und Verwerfungen auf, der Bahndamm ist ebenfalls in Bewegung geraten. „Es ist ein bekannt labiler Bereich, schildert Klaus Fink von der Asfi nag die Situation. Wie lange die Sanierung dieses Streckenabschnitts in Anspruch nehmen wird, kann Fink noch nicht sagen.

Um den Bahnverkehr zwischen Vorarlberg und Tirol wieder aufnehmen zu können, sei bereits angedacht worden, Busse als Schienenersatzverkehr in einer der beiden Röhren des Strengener Tunnels der S16 fahren zu lassen. Die beiden 5,5 km langen Tunnels sind allerdings erst im Bau: „Einer davon hat zwar bereits eine Fahrbahndecke, aber noch keine Sicherheitseinrichtungen. Deshalb wird es eher nicht möglich sein, diesen Tunnel vorübergehend für den allgemeinen Verkehr freizugeben“, gibt der Infrastrukturminister zu verstehen. Alle übrigen Behinderungen im hochrangigen Straßennetz und bei den ÖBB in Vorarlberg konnten bis Donnerstag zumindest behelfsmäßig beseitigt werden.

Ob sich der Bund auch fi nanziell am Aufbau der Landesstraßen beteiligen wird, steht noch nicht fest. Das, obwohl im Zuge der Verländerung auch der Katastrophenfonds verländert wurde. „Der Bund wird sich aber ganz sicher nicht aus seiner Verantwortung ziehen“, versichert Gorbach.

Im Topf des Katastrophenfonds sind derzeit rund 30 Millionen Euro. Kommende Woche soll im Ministerrat beschlossen werden, ob der Fonds aufgestockt oder sogar verdoppelt wird.

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