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HC Strache inszeniert sich in Video als Bundespräsident

Wien. FPÖ-Chef HC Strache macht auf staatstragend und adressiert die "lieben Österreicherinnen und Österreicher" in einem Video, das wohl nicht ganz zufällig daher kommt wie eine Mitteilung des echten Bundespräsidenten. Inhalt: Seine "Grundsatzerklärung zum Asylnotstand". Das Netz zeigt sich eher amüsiert-irritiert.

Es gelte, “die wirklich Verfolgten” zu schützen, so Heinz-Christian Strache mit der österreichischen Fahne im Hintergrund. Gleichzeitig müsse die Politik aber auch darauf achten, dass die Österreicher “nicht selbst Opfer unkontrollierbarer Entwicklungen werden”, sagte er in einer via Youtube verbreiteten Rede.

Strache zeigt sich berührt von “menschlichem Leid”

Strache unterstrich in dem betont staatstragend inszenierten Statement, die Bilder von “menschlichem Leid” angesichts der Flüchtlingskrise würden niemanden kaltlassen – sein Dank gelte daher auch den freiwilligen Helfern. “Gerade Menschlichkeit und Mitgefühl verlangen es aber auch, einen klaren Blick zu bewahren.”

Alte Inhalte in neuem Gewand

Und weiter: “Unsere Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass auch ihre Schutzinteressen wahr- und ernst genommen werden, sie will zu Recht nicht zu Fremden in der eigenen Heimat werden”, sagte Strache, um dann mit den bekannten Warnungen vor einer Überforderung des heimischen Arbeitsmarktes, der Gesundheits- und Sozialsysteme sowie einmal mehr vor Terrorgefahr fortzufahren.

Straches Standpunkte sind also die alten, neu ist dagegen die Form der Präsentation. Bleibt nur die Frage, ob er damit seine Ambitionen auf den Wiener Bürgermeistersessel ad acta gelegt hat und ein höheres Amt anstrebt. (en/APA)

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Strache for Bundespräsident?

Während seine Fans unter dem Original-Post auf Facebook jubeln, findet sich auf Twitter eher Spott für HC Straches Ansprache:

 
 
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