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Strache fordert Konsequenzen für Dörfler

FPÖ-Chef Strache hat dem abgewählten Kärntner Landeshauptmann Dörfler und dem bisherigen Finanzlandesrat Dobernig nahegelegt, Konsequenzen aus der Wahlschlappe zu ziehen und - so wie Kurt Scheuch - ihr Mandat zur Verfügung zu stellen. Im ORF-"Mittagsjournal" am Samstag räumte Strache aber ein, dass er nicht weiß, ob er das durchsetzen kann. Von Dörfler kam umgehend eine klare Absage.
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Nicht einmal er könne einschätzen, wie die Entscheidungen in Kärnten ausfallen, sagte Strache im ORF. Er wünscht sich zwar eine Erneuerung und “arbeite daran”, dass die Entscheidung in die gewünschte Richtung geht. Aber bei der FPK handle sich um einen Kooperationspartner, nicht um die FPÖ selbst – “das ist nicht unsere Partei”, sondern ein “eigenständiger Rechtskörper”, betonte Strache.

Mit diesen Forderungen stieß Strache bei Dörfler auf taube Ohren. “Ich werde mein Landtagsmandat annehmen. Ich habe stapelweise Aufforderungen von Menschen, weiter in der Politik zu bleiben”, sagte Dörfler der “Kleinen Zeitung”. Auch die Aufforderung Straches, aus der Wahlschlappe Konsequenzen zu ziehen, beeindruckte ihn wenig. “Ich erwarte mir von Strache nichts und er soll sich von mir nichts erwarten. Aus Wien ist weder Lob noch Tadel gefragt. Parteigeflüster aus Wien, wer in Kärnten welches Mandat anzunehmen oder abzugeben hat, ist unsittlich”, so Dörfler weiter.

Strache selbst werde nach eigenen Aussagen, sollte er “jemals verlieren”, selbstverständlich in den Parteigremien die Vertrauensfrage stellen. Wobei der FPÖ-Chef aber absolute Zuversicht demonstrierte, dass seine Partei bei der Nationalratswahl im Herbst zulegen wird. Als Wahlziel für die bevorstehenden Landtagswahlen in Salzburg und Tirol gab er 15 Prozent vor.

Darauf angesprochen, dass in Niederösterreich Barbara Rosenkranz trotz dem schwachen Wahlergebnis FP-Chefin bleibt, reagierte Strache emotionell. Es sei “unrichtig, Unwahrheit, Lüge” konterte er auf die Frage, ob er sie zum Rücktritt bewegen wollte und ein Sonderparteitag mit Kampfabstimmung im Raum gestanden sei. Freilich seien in NÖ aber “Optimierungsschritte” nötig. Rosenkranz bleibe Parteichefin bis zum nächsten Parteitag, dann könne man “Veränderungsschritte setzen”.

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