AA

Stolzer Preis für kleinen Garten

Historische Aufnahme vom "Kalb-Haus" in der Schillerstraße.
Historische Aufnahme vom "Kalb-Haus" in der Schillerstraße. ©Stadtarchiv
Grünfläche beim Kalb-Haus geht um 370.000 Euro in den Besitz der Stadt über.

Dornbirn. An der Erhaltung des Geburtshauses von Edmund Kalb, einem der bedeutendsten bildenden Künstler Vorarlbergs, beteiligt sich nun indirekt auch die Stadt Dornbirn. Die Stadtvertretung beschloss mit großer Mehrheit, den Gartenanteil der Liegenschaft in der Schillerstraße, auf der sich das denkmalgeschützte Gebäude befindet, zu kaufen. Lange wurde für das Haus ein Käufer gesucht. Erst die Teilung des Grundstücks in einen Haus- und Gartenanteil machte die Liegenschaft für den neuen Besitzer verwert- und finanzierbar.

„Mit dem Ankauf des Gartens trägt die Stadt zum Erhalt des Hauses bei“, begründet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann den tiefen Griff in die Stadtkasse. Der Kaufpreis für die 600 Quadratmeter große Grünfläche beträgt immerhin 370.000 Euro. Und die soll als Garten erhalten bleiben.

Haus wird saniert

Wie die Stadt in Erfahrung brachte, wird das Haus vom neuen Eigentümer in Abstimmung mit dem Denkmalschutz nachhaltig saniert. Im ersten Obergeschoß ist Platz für den eigens gegründeten „Kalb-Verein“, der die Räumlichkeiten anmietet und einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Aufarbeitung des Werks von Edmund Kalb leistet. Kritik am Grundstückgeschäft der Stadt gibt es auch. Für FP-Stadtrat Walter Schönbeck ist der Preis deutlich zu hoch und Juliane Alton von den Grünen hätte sich erwartet, dass das Grundstück vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags als Grünfläche gewidmet wird, um eine spätere Verbauung von Vornherein zu verhindern.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Stolzer Preis für kleinen Garten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen