Stille Oase in der Stadt wurde zu historischem Schmuckstück

Ein großes Vorhaben im Sanierungsplan war die Erneuerung der Klosterküche. Über das Gelingen freuen sich Pater Wenzeslaus, Bauleiter Fussenegger und Klostervater Mayer.
Ein großes Vorhaben im Sanierungsplan war die Erneuerung der Klosterküche. Über das Gelingen freuen sich Pater Wenzeslaus, Bauleiter Fussenegger und Klostervater Mayer. ©Edith Hämmerle
Lange Sanierungsphase lässt Dornbirner Kloster strahlen. Letzte Hürde steht vor Abschluss.
JHV im Kloster

Dornbirn. Nicht nur der Rückblick auf ein erfolgreiches Klosterfest zum 125-Jahr-Jubiläum, sondern auch eine lange Sanierungsphase mit Zahlen und Fakten waren Thema bei der Jahreshauptversammlung am 18. Oktober. „Verbleibende 140.000 Euro Schulden sind ebenso überschaubar, wie der bevorstehende Abschluss der Sanierung“, gab sich Klostervater Elmar Mayer erfreut. Entsprechend lang war die Liste der durchgeführten Sanierungsarbeiten, die Bauleiter DI Bruno Fussenegger noch einmal Revue passieren ließ. „Wir alle haben es geschafft!“, damit erläuterte Fussenegger das gute Miteinander aller Beteiligten seit Baubeginn 2014. Zu aller Zufriedenheit lagen die Baukosten mit zwölf Prozent unter der anfänglichen Kostenschätzung von 1,3 Mio. Euro. Dies sei nicht zuletzt der ehrenamtlichen Tätigkeit des Bauleiters zu verdanken, (Kostenersparnis: rund 60.000 Euro) der in der Pension sein früheres berufliches Geschick einfließen ließ, dankte Mayer für das große Engagement. Ebenso dem Architekten Leopold Kaufmann (rund 50.000 Euro Ersparnis) sowie den Patres, die weiterhin jeden Monat eine Kollekte für die Sanierung zur Verfügung stellen. In dieselbe Kerbe stieß Alt-Bgm. Wolfgang Rümmele als Obmann des Freundeskreises, indem er die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung hervorhob. Auch die Stadt Dornbirn hat sich von der spendablen Seite gezeigt. Nicht zuletzt dadurch hat sie sich das Vorkaufsrecht erworben. „Sollte das Kloster aus irgendwelchen Gründen nicht mehr für kirchliche Belange genutzt werden, ist die Sanierung so konzipiert, dass das Gebäude auch für andere Zwecke genutzt werden kann, beispielsweise als Studentenwohnheim, als Pflegestation oder als Seminarzentrum“, ließ der Bauleiter hinter die Kulissen blicken.

Neue Küche

Neben der Renovierung des Refektoriums ist durch die komplette Erneuerung der Küche ein weiteres Schmuckstück im östlichen Trakt gelungen, und damit ein langgehegter Wunsch von Guardian Pater Wenzeslaus in Erfüllung gegangen. Durch die beachtliche Investition von 80.000 Euro wurde die Klosterküche auf den modernsten Stand der Technik gehoben, um einen langfristen Erhalt zu gewährleisten. Dabei habe die Firma Fässler Wolfgang GmbH aus Dornbirn die neue Heizung sowie die Wasserzu- und -ableitungen als Spende gratis eingebaut, erwähnte Fussenegger ein Beispiel des Entgegenkommens von Handwerksbetrieben. Mit vereinten Kräften soll nun auch die letzte finanzielle Hürde übersprungen werden, hoffen die Patres auf weitere Unterstützung.

Ehrung

Eine spezielle Ehrung stand noch zum Schluss der Versammlung ins Haus. Einer, der sein Tun und Wirken von morgens bis abends in den Dienst des Klosters stellt, feierte im September seinen 85. Geburtstag. Mit den Worten: „In meinem Alter kann ich mir vorstellen, den Dienst noch weitere zehn Jahre zu machen“, bedankte sich Armin Gstir, der sich bester Gesundheit erfreut, für das Geschenk, das auf seinen Humor rückschließen lässt: Einen Gutschein für zwei Personen für einen Narrenabend im Fasching.

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