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Steuerregeln für GmbH-Chefs

Private Kfz-Nutzung für wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer
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Im April 2018 hat das Finanzministerium eine Verordnung erlassen, wonach die wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer in die Kfz-Sachbezugswerte Verordnung einbezogen werden. Diese gilt rückwirkend per 1. Jänner 2018. Eine wesentliche Beteiligung liegt vor, wenn der Ges-GF mehr als 25% Anteile an der GmbH hält, er erzielt dadurch Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit. Die Nutzung eines betrieblichen Pkw für private Zwecke stellt für diesen einen Vorteil dar, dem in der Vergangenheit oftmals dadurch Rechnung getragen wurde, dass ein gewisser Prozentsatz an den tatsächlichen Kosten als Privatanteil in Ansatz gebracht wurde. Durch die neue Verordnung wird der Ansatz im Schätzungswege nicht mehr möglich sein. Für wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer kommen damit grundsätzlich dieselben Bewertungsregeln zur Anwendung, die auch für Arbeitnehmer im Sinne des (Lohn-Steuerrechts gelten. Die Wichtigsten sind dabei:

  • Bewertung des Sachbezugs (SB) je nach CO2 -Emissionswert mit 1,5 % bzw. 2 % der Anschaffungskosten;
  • Bewertung des SB bei Gebrauchtwagen anhand der tatsächlichen Anschaffungskosten des Ersterwerbs oder anhand des Listenpreises;
  • Begrenzung des SB mit 720 Euro bzw. 960 Euro monatlich;
  • Kein SB für Elektro-Kfz mit CO2-Emmissionswert von null;
    Ansatz halber SB, wenn nachweislich ­weniger als durchschnittlich 500 km je Monat gefahren werden.

Alternativ besteht weiterhin die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil mit den auf die private Nutzung entfallenden Aufwendungen zu bemessen. Die Art des Nachweises wird nicht vorgeschrieben, das Führen eines Fahrtenbuches wird als Beispiel für einen solchen Nachweis angeführt. Dies ist mit dem Erfordernis, „nachweislich” nicht mehr als durchschnittlich 500 km monatlich zurückzulegen, um den halben PKW-SB ansetzen zu können, vergleichbar.

Kfz-Nutzung ohne Fahrtenbuch

Großteils wird dies einen Kfz-SB für 12 Monate in Höhe von 960 Euro/Monat = 11.520 Euro p.a. auslösen. Auf Ebene der GmbH löst dieser SB Nebenabgaben in Höhe von 7,27% aus (3,9% DB, 0,37% DZ und 3% KommSt). Beim Ges.-GF kommt es in seiner Einkommensteuererklärung zu einer Hinzurechnung des Sachbezugs in Höhe von 11.520 Euro zu seinen Einkünften. Diese löst bei einem Grenzsteuersatz von 50 % 5760 Euro an Steuer aus.

Fahrtenbuch oder Dokumentation

Statt des vollen SB kann, wenn monatlich nicht mehr als 500 km bzw. im Jahr unter 6000 km privat gefahren werden, der halbe SB in Ansatz gebracht werden. Ebenso ist der Ansatz entsprechend der tatsächlichen Kostenzurechnung (privat/betrieblich) denkbar. Beide Varianten können nur durch die Führung eines Fahrtenbuchs oder einer ähnlich aussagefähigen Dokumentation realisiert werden. Entsprechend reduziert sich der Vorteil aus der privaten Kfz-Nutzung und auch die Bemessungsgrundlage für die Lohnnebenkosten beim Ges.-GF.

Keine private Nutzung möglich

Hier unterbleibt die Frage der Bewertung des Privatanteils. Dieses Thema wird jedoch sehr genau geprüft. Um diesen Punkt vertreten zu können, muss er so gelebt werden. Das ­bedeutet, dass in der Privatsphäre eine adäquate Möglichkeit gegeben sein muss, die privaten Fahrtbewegungen durchzuführen. Vertragliche Vereinbarungen sind empfehlenswert.

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