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Steuerbefreiung für E-Autos soll in Liechtenstein fallen

©VOL.AT, Tesla, AP
Die Regierung im Fürstentum Liechtenstein will die steuerlichen Vorteile, die E-Auto-Lenker genießen, aufheben.

Die Regierung in Liechtenstein hat gestern, Dienstag, einen Vernehmlassungsbericht zur Änderung des Gesetzes über die Motorfahrzeugsteuer und des Gesetzes über die Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien verabschiedet. Das dürfte vor allem Fahrer und Käufer von Elektrofahrzeugen treffen. Die vorgeschlagenen Änderungen sehen vor, die Steuerbefreiung für Elektro-, Wasserstoff- und Hybridfahrzeuge aufzuheben und die Motorfahrzeugsteuer künftig auf Basis von Gewicht und Leistung zu erheben.

Laut dem Liechtensteiner Ministerium für Infrastruktur und Justiz hat die bisherige Steuerbefreiung für alternative Antriebe zwar zum Kauf von Fahrzeugen mit geringerem CO₂-Ausstoß beigetragen, jedoch nicht für den Kauf kleinerer und sparsamerer Fahrzeuge gesorgt. Da E-Fahrzeuge mittlerweile den Neuwagenmarkt dominieren, wird die Steuerbefreiung zunehmend als Subventionierung des privaten motorisierten Individualverkehrs angesehen.

E-Fahrzeuge sind schwerer als Verbrenner

Da Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aufgrund ihrer Batterien schwerer sind als solche mit Verbrennungsmotoren, schlägt die Liechtensteiner Regierung vor, das Gewicht dieser Fahrzeuge für die Steuerbemessung um 20 Prozent zu reduzieren.

Übergangsphase

In den ersten fünf Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes wird der Gewichtsabzug für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben 50 Prozent betragen, um Kaufanreize aufrechtzuerhalten und kürzliche Käufer aufgrund der bisherigen Steuerbefreiung nicht zu benachteiligen.

Parallel zu diesen Änderungen bei der Motorfahrzeugsteuer plant die Regierung eine Förderung von Ladeinfrastrukturen für Elektroautos. Zusätzlich wird eine Pauschalabgabe für den CO2-Ausstoß bei erstmaliger Zulassung eines Fahrzeugs in Liechtenstein vorgeschlagen, sofern dieser einen bestimmten Wert übersteigt.

Die Vernehmlassung zu diesen Änderungen läuft bis zum 14. Juli 2023. Danach wird die Regierung über das weitere Vorgehen und die Umsetzung der Gesetzesänderungen entscheiden.

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