Österreichweit wird heuer auf 225 Baustellen saniert

Bregenz - Auf 225 Baustellen wird die Asfinag heuer ihr Autobahn- und Straßennetz sanieren, auf 40 davon wird während des Sommerreiseverkehrs gearbeitet. Darunter sind auch Baustellen in Nenzing, Hohenems und Dornbirn.

Rund 500 Millionen Euro würden dieses Jahr in die Erneuerung des bestehenden Netzes gesteckt, sagte Asfinag-Vorstand Alois Schedl am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Mit neuen Methoden wollen die Autobahnbetreiber die Belastung für ihre “Kunden”, also die Autofahrer, möglichst gering halten.

Oberstes Ziel des Instandsetzungsprogramms sei es, die “Verfügbarkeit” der Strecken zu maximieren und dabei die Verkehrssicherheit sowie die Erhaltung des Netzes zu gewährleisten. “Überlastungen, Staus und Sperren sollen so gering wie möglich gehalten werden”, erklärte Schedl. Zur Überprüfung der Verfügbarkeit entwickelt die Asfinag ein Benchmarksystem, bei dem in erster Linie der Zeitverlust der Autofahrer beim Durchfahren eines bestimmten Autobahnabschnitts ausgewertet werden soll. “Damit sollen Problemstellen auf unserem Straßennetz lokalisiert werden”, erklärte das Unternehmen.

Weil das Straßennetz der Asfinag immer weiter wachse, nehme die bauliche Instandsetzung der Straßenkilometer im Gesamtbauprogramm des Unternehmens immer mehr Platz ein, hieß es am Dienstag. So entfallen für die Jahre 2010 bis 2016 38 Prozent des Gesamtbauprogramms auf Instandsetzungen, das sind zehn Prozent mehr als im Zeitraum zwischen 1997 und 2009.

In der Bundeshauptstadt werden 2011 rund 78 Millionen Euro aufgewendet, insbesondere für die Generalerneuerung der Hanssonkurve, die Anschlussstelle Landstraßer Gürtel auf der Südosttangente und die Komplettsanierung der Floridsdorfer Brücke. Ab März wird in Niederösterreich unter anderem die Westautobahn (A1) zwischen Ybbs und Amstetten Ost saniert und auf drei Fahrbahnen pro Fahrtrichtung ausgebaut. Noch bis November diesen Jahres läuft indes die Errichtung von Lärmschutzwänden auf einer Länge von rund vier Kilometern auf der Wiener Außenringautobahn (A21) im Bereich Steinhäusel Richtung Wien.

Als “Meilenstein” kündigt die Asfinag die Öffnung der zweiten Röhre des Tauerntunnels an. Am 30. Juni 2011 soll der Verkehr durch beide Tunnelröhren fließen. Damit werde einerseits die Verkehrssicherheit erhöht, andererseits werde “das letzte Nadelöhr” auf der Tauern Autobahn beseitigt, heißt es in einer Pressemitteilung.

In der Steiermark betreffen die größten Bauvorhaben den Wechsel-Abschnitt auf der Südautobahn (A2) und den Niklasdorftunnel auf der Semmering Schnellstraße (S6). Ersterer habe “25 Jahre auf dem Buckel”, so die Asfinag. Am 21. März werde mit der Generalsanierung eines sieben Kilometer langen Abschnitts zwischen Pinggau und Schäffern begonnen. Ab September 2011 wird der Niklasdorftunnel saniert und mit Videotechnik, Beleuchtung und neuer Belüftung ausgestattet. Für die Tunnelsanierung wurden 58,3 Millionen Euro veranschlagt. Zusätzlich sollen im Sommer die Arbeiten an einem neuen Rastplatz entlang der Südautobahn starten.

In Oberösterreich sollen heuer rund 111 Millionen Euro investiert werden. Auf der Westautobahn steht etwa die Generalsanierung zwischen Vorchdorf und Steyrermühl an, Baubeginn ist im Mai. Die Kosten betragen rund 41,5 Millionen. Euro. Ebenfalls im Mai starte auf der Innkreisautobahn (A8) die Deckensanierung zwischen Wels und Pichl. “In Tirol starten die meisten Bauvorhaben erst nach dem Osterreiseverkehr”, so Klaus Fink von der Asfinag Alpenstraßen GmbH in einer Aussendung. Diese finden heuer vor allem auf der Inntalautobahn (A12), der Brenner Autobahn und der Arlberg-Schnellstraße (S16) statt.

In Vorarlberg wird ab dem 4. April im Bereich Nenzing das Überführungsbauwerk der L 87 über die Rheintalautobahn (A14) saniert. Auch zwischen Hohenems und Dornbirn seien umfangreiche Brücken- und Belagsinstandsetzungsarbeiten vorgesehen, so die Asfinag.

115 der bundesweit 225 Bauarbeiten sollen bis Ende Juni beendet sein, 70 Bauvorhaben starten erst Mitte September. Damit bleiben 40 Baustellen mit Verkehrsbehinderung während der Sommermonate. Im Großraum Wien sei dies etwa das kleinere Übel, weil dort der Pendlerverkehr stärker sei als der Reiseverkehr, erklärte Vorstand Schedl.

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