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Österreichs Banken mit 600 Mio Euro bei Lehman engagiert

Österreichische Banken sind mit bis zu 600 Mio. Euro bei der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers engagiert, wie die Tageszeitung "Kurier" am Mittwoch berichtete. Am stärksten betroffen sein soll Raiffeisen, wie auch andere Zeitungen, etwa der "Standard" und die "Presse" schreiben.

In diesem Volumen seien auch Papiere enthalten, die noch abgerechnet werden können, der Ausfall werde tatsächlich deutlich darunter liegen, heißt es unter Berufung auf Bankenkreise. “Wir erwarten uns schon, dass wir den Großteil wieder sehen”, erklärte ein Institut zur APA. Offiziell hielten sich Banken und Finanzmarktaufsicht (FMA) am Mittwoch ziemlich bedeckt.

“Das Engagement der heimischen Banken ist sehr begrenzt. Es besteht keine Gefahr für die Stabilität des Finanzsystems”, hieß es aus der FMA, die damit an die Einschätzung von OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny von Anfang der Woche erinnerte. Die Finanzmarktaufsicht beobachte und analysiere den Markt und frage laufend Daten ab. “Die Zahlen werden aber nicht bekannt gegeben”, so ein Sprecher zur APA. Damit bleibt die in Medien genannte Range von 500 bis 600 Mio. Euro Lehman-Engagement heimischer Banken vorerst unbestätigt.

In der RZB betont man, dass die in den Berichten genannten Größen – zwischen 140 und 280 Mio. Euro – allesamt falsch seien. Ja, die RZB sei in der Causa Lehman in einem gewissen Ausmaß betroffen. Die genaue Höhe werde man bekannt geben, sobald von den zuständigen Gremien grünes Licht dafür gegeben werde, hieß es am Mittwoch.

Bei der Bank Austria soll es sich beim Netto-Exposure gegenüber Lehman Brothers dem Vernehmen nach um eine niedrige, unter 50 Mio. Euro liegenden zweistelligen Millionen-Summe handeln – gemessen an 153 Mrd. Kreditvolumen bzw. 15,3 Mrd. Eigenkapital ein Promillewert. Vom Risiko soll je die Hälfte auf Derivate und Anleihen entfallen. Die Auswirkungen seien also “absolut limitiert”, hieß es.

Seitens der Erste Group wurde das Lehman-Engagement am Mittwoch mit “rund 40 Mio. Euro” in Anleihen, syndizierten Krediten und Derivaten beziffert. Das gesamte Kreditportfolio der Erste Group hat demgegenüber einen Umfang von 122 Mrd. Euro, wird betont.

Die Meinl Bank erklärte am Mittwoch auf APA-Anfrage, vom Lehman-Desaster unberührt zu sein: “Wir sind von dieser ganzen Problematik null betroffen.” Dies gelte nicht nur für Kredite, sondern auch für Derivate oder Anleihen, so ein Sprecher. Ein jüngst aufgelegtes Produkt sei mit Garantien einer Schweizer Bank unterlegt.

Vom “WirtschaftsBlatt” wurde auch die Constantia Privatbank als stark involviert genannt. Deren Geschäftsführerin Elisabeth Staudner bezifferte das betroffene Volumen in der Mittwoch-Ausgabe mit rund 35 Mio. Euro – nach den Kursrückgängen. Die Anleger könnten derzeit aus drei Constantia-Produkten nicht aussteigen, weil die zu Grunde liegenden Lehman-Anleihen nicht gehandelt werden. Bei C-Quadrat und der erst im Juli übernommenen M&A Privatbank wirke sich das Lehman-Desaster weniger schwerwiegend aus.

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