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Steirische Ermittler sprengten kosovarische Diebs- und Dealergruppe

Grazer Kriminalisten haben seit Ende November schrittweise eine Tätergruppe aus dem Kosovo ausgehoben, die sich auf Einbrüche in Gasthäuser und Büros sowie den Verkauf von Kokain spezialisiert hatte, teilte die Bundespolizeidirektion Graz am Donnerstag mit.

Gegen die Bande ermittelt wurde seit Anfang Jänner 2010, für den ersten Verdächtigen klickten dann im Zuge eines Kokain-Scheinkaufs in Graz die Handschellen. Dem Kopf der Bande gelang vorerst die Flucht. Dieser wurde allerdings am 3. Dezember in Slowenien in Zusammenarbeit mit der dortigen Polizei verhaftet. Den letzten Verdächtigen nahmen die Kriminalisten dann am vergangenen Dienstag fest.

Auf die Tätergruppe war man bereits im Jänner dieses Jahres aufmerksam geworden. Als sich herausstellte, dass die Bande sowohl Einbrechen als auch Dealen ging, nahmen die entsprechenden Gruppen des Kriminalreferates Graz gemeinsame Ermittlungen auf. Die mutmaßlichen Täter im Alter zwischen 20 und 32 Jahren waren auf Einbrüche in Gasthäuser und Büros spezialisiert, sie hatten es in erster Linie auf Tresore abgesehen. Bisher konnten ihnen je zwei Einbruchsdiebstähle in Leibnitz und Veitsch nachgewiesen werden. In drei Fällen hatten sie die Standtresore vom Tatort abtransportiert und später aufgebrochen. Erbeutet wurden dabei Bargeld und Zigaretten im Gesamtwert von rund 20.000 Euro. Erhebungen zu weiteren Einbruchsdiebstählen seien noch im Gange.

Gleichzeitig verkauften die Bande im großen Stil Kokain, das aus der Slowakei und dem Kosovo eingeführt wurde. Die Verkaufskontakte wurden in Wettcafes angebahnt, auch die Rotlichtszene in der Steiermark soll mit den Drogen beliefert worden sein, so Wolfgang Kollnegg vom Kriminalreferat für Drogendelikte zur APA. Im Zuge eines Scheinkaufs am 22. November wurden 150 Gramm Kokain im Wert von rund 10.000 Euro sichergestellt. Einem von zwei Verdächtigen – dem 24-jährigen Haupttäter – gelang bei dieser Polizeiaktion die Flucht. Er tauchte in Slowenien unter, wurde dort aber am 3. Dezember erwischt.

Die restlichen Bandenmitglieder – wohnhaft in der Steiermark und im burgenländischen Oberwart – wurden seit dem Scheinkauf sukzessive festgenommen, der letzte am Dienstag. Der Erlös aus dem Drogenhandel und den Einbrüchen wurde in diversen Wettcafes verbraucht. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, so Kollnegg: “Wir sind auch froh, dass wir von den Einsätzen heil nach Hause gekommen sind. Der Haupttäter hatte beim Scheinkauf eine Faustfeuerwaffe bei sich, die später bei der Verhaftung in dessen Auto gefunden wurde”. Die Täter schweigen einerseits, zum Teil sind sie geständig.

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