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"Staubbelastungen ernst nehmen"

Das Umweltinstitut hat im Internet (www.vorarlberg.at/umweltinstitut) Informationen zur Feinstaubbelastung in Vorarlberg veröffentlicht. Landesrat Erich Schwärzler: "Das Immissionsschutzgesetz-Luft sieht für die Feinstaubbelastung sehr strenge Grenzwerte vor."

“Bei Überschreitungen werden Statuserhebungen durchgeführt und konkrete Maßnahmenpläne für das jeweilige Gebiet ausgearbeitet.”

Die Belastung der Luft mit feinsten Staubpartikeln ist neben der Luftbelastung mit Stickoxiden und Ozon der wesentlichste Problembereich der Luftreinhaltung. In Ballungsräumen und in verkehrsnahen Gebieten sind vor allem im Winterhalbjahr, insbesonders bei Inversionswetterlagen, erhöhte Belastungen zu verzeichnen. Der Verkehr ist neben dem Hausbrand und verschiedenster diffuser Quellen als Hauptverursacher für die Feinstaubbelastung anzusehen. Probleme bereiten hier vor allem die Abgase aus Dieselmotoren ohne Partikelfilter, die im Vergleich zu Benzinmotoren bis zu 1000-mal mehr Feinpartikel ausstoßen.

Laut Immissionsschutzgesetz-Luft darf seit Jahresbeginn 2005 der Feinstaub-Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 30 Tagen im Jahr überschritten werden, vorher an maximal 35 Tagen pro Jahr. Der Grenzwert für das Jahresmittel liegt bei 40 Mikrogramm.

Die Feinstaubbelastung wurde im Ballungsraum Rheintal in Feldkirch, Dornbirn, Lustenau und Höchst gemessen. An den Messstellen Feldkirch/Bärenkreuzung und Lustenau/Zollamt waren im Jahr 2004 Überschreitungen der Toleranzmarge zu verzeichnen. Die Überschreitungen lagen hier bei 46 bzw 40 Tagen mit Tagesmittelwerten über 50 Mikrogramm. Der Jahresmittel-Grenzwert von 40 Mikrogramm wurde an allen Messstellen eingehalten.

LR Schwärzler: “Für die im Jahr 2003 verzeichneten Grenzwertüberschreitungen an den Messstationen in Feldkirch und Dornbirn wurden bereits Statuserhebungen durchgeführt, die Maßnahmenkataloge sind in Ausarbeitung. Diese Arbeiten stehen nun auch für die Überschreitungen im Jahr 2004 im Raum Lustenau an.”

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