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Starke Exportzuwächse der Vorarlberger Wirtschaft

Schwarzach - Für das Jahr 2006 beträgt das Exportvolumen der Vorarlberger Unternehmen insgesamt 6,46 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2005.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Wirtschaftslandesrat Manfred Rein sehen darin eine Bestätigung, “dass Leistungen der Vorarlberger Wirtschaft trotz massivem Wettbewerbsdruck auf den internationalen Märkten nach wie vor sehr gefragt sind”.

Die stärksten Zuwächse verzeichnete die Kunstoffindustrie sowie die Eisen- und Metallwarenindustrie, der wichtigste Handelspartner bleibt Deutschland, die Zunahme der Exporte in die neuen EU-Staaten ist mit plus 13 Prozent stark überdurchschnittlich. Pro Kopf wurden im Jahr 2006 Waren und Dienstleistungen im Wert von 17.700 Euro (Österreich: 12.500 Euro) exportiert.

Die Eisen und Metallwarenindustrie – die stärkste Branche – exportierte im Jahr 2006 Waren im Werte von 1,34 Milliarden Euro, um 205 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Plus beträgt 17,9 Prozent. Stärkste Untergruppe ist die Gruppe verschiedene Waren aus unedlen Metallen mit 503 Millionen Euro (+18 Prozent), gefolgt von den Gruppen Waren aus Eisen oder Stahl mit 339 Millionen Euro (+14 Prozent) und Aluminiumprofilen und Aluminiumkonstruktionen mit 212 Millionen Euro (+7,3 Prozent). Der weitaus bedeutendste Markt ist Deutschland mit 400 Millionen Euro (+19 Prozent). In die Schweiz wurden Waren im Wert von 163 Millionen Euro (+15 Prozent), nach Italien 130 Millionen Euro (+28 Prozent) und in die USA 121 Millionen Euro (+5 Prozent) abgesetzt.

Hohe Steigerungsraten – allerdings nicht auf vergleichbarem Niveau – mit insgesamt 134 Millionen Euro konnten in die Türkei (+71 Prozent), nach Polen (+58 Prozent), nach Belgien (+50 Prozent), nach Russland (+50 Prozent), nach China (+44 Prozent) und nach Spanien (+43 Prozent) erzielt werden.

Die Kessel- und Maschinenindustrie konnte das Exportvolumen nicht verbessern. Insgesamt wurden im Jahr 2006 Waren im Werte von 1,1 Milliarden Euro, um 20 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, versendet. Nahezu die Hälfte des Exportwertes und das mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten wurde auf den Märkten Deutschland (+15 Prozent), Schweiz (+7 Prozent) und Liechtenstein (+33 Prozent) erzielt. Deutliche Rückgänge waren in die USA (-32 Prozent), nach Großbritannien (-35 Prozent) und nach Russland (-49 Prozent) zu verzeichnen.

Die drittstärkste Branche Nahrungs- und Genussmittelindustrie hat mit 782 Millionen Euro das Vorjahresergebnis um Plus 2,3 Prozent übertroffen. Die Getränkeindustrie konnte mit 215 Millionen Euro fast das Vorjahresergebnis halten. Bei Schokolade und Kakaozubereitungen konnte das überdurchschnittliche Vorjahresergebnis von 160 Millionen Euro nicht ganz erreicht werden; im Jahr 2006 wurden Waren um 151 Millionen Euro abgesetzt. Erfreulich ist die Entwicklung bei Zubereitungen aus Früchten oder Gemüse mit +21 Prozent auf einen Exportwert von 129 Millionen Euro. Bei Milchprodukten und Käse war ein Rückgang um 16 Prozent auf einen Ausfuhrwert von 86 Millionen Euro zu verzeichnen. Die größten Absatzmärkte sind Deutschland mit 308 Millionen Euro und Italien mit 125 Millionen Euro.

Das Exportvolumen von Möbeln und Beleuchtungskörpern wurde um +13 Prozent auf 733 Millionen Euro ausgeweitet. Nach Deutschland wurden Waren um 149 Millionen Euro (+4 Prozent), nach Italien um 91 Millionen Euro (+12 Prozent), nach Großbritannien um 73 Millionen Euro (+30 Prozent), in die Schweiz um 72 Millionen Euro (-1 Prozent), nach Japan um 51 Millionen Euro (-1 Prozent) und nach Frankreich um 41 Millionen Euro (+14 Prozent) exportiert.

Die Exporte von elektrischen Maschinen und Apparaten stiegen um 14 Prozent auf 533 Millionen Euro. Deutschland mit 158 Millionen Euro und Großbritannien mit 50 Millionen Euro sind die stärksten Handelspartner.

Die Exporte der Kunststoffindustrie betrugen 412 Millionen Euro, ein Plus von 21 Prozent. Deutschland war mit einem Plus von 24 Prozent und einem Exportvolumen von 159 Millionen Euro der Hauptabnehmer. In die Schweiz betrug das Plus 26 Prozent bzw. 100 Millionen Euro. Im Bereich Fahrzeuge wurde das Exportvolumen um 14 Prozent auf 204 Millionen Euro angehoben. Die Textil- und Bekleidungsindustrie musste ein Minus von 2 Prozent verkraften. Der Warenwert betrug 690 Millionen Euro.

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