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Starinvestor Buffett schluckt Heinz Ketchup

Die berühmteste Ketchup-Marke der Welt wechselt den Besitzer: Der US-Lebensmittelmulti H.J. Heinz wird vom US-Starinvestor Warren Buffett und dem Finanzinvestor 3G Capital übernommen. In einem 28 Mrd. Dollar (20,8 Mrd. Euro) schweren Geschäft wollen die beiden finanzkräftigen Partner das Unternehmen schlucken und anschließend von der Börse nehmen, wie sie am Donnerstag verkündeten.

H.J. Heinz ist ein Riese der Lebensmittel-Branche mit einem Jahresumsatz von annähernd 12 Mrd. Dollar und rund 32.000 Mitarbeitern. Pro Jahr verkauft der Konzern allein 650 Millionen Flaschen Ketchup. Hinzu kommen unter anderem Saucen (“Jack Daniel’s”), Fertiggerichte und sogar eine eigene Restaurantkette (“T.G.I. Friday’s”).

Nachhaltiges Wachstumspotenzial

“Heinz hat ein starkes, nachhaltiges Wachstumspotenzial”, begründete Buffett den Zukauf. Er bietet den bisherigen Aktionären 27,50 Dollar je Aktie. Das sind insgesamt rund 23 Mrd. Dollar. Zudem übernehmen Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway und Partner 3G Capital die Schulden des Lebensmittel-Konzerns, woraus sich der Gesamtwert des Geschäfts ergibt.

Größte Übernahme seit 2010

Für Buffett ist es die größte Übernahme nach dem Zukauf der Frachteisenbahn Burlington Northern Railroad im Jahr 2010 für 26 Mrd. Dollar. Beim Heinz-Deal übernimmt Buffett jedoch eher die Rolle des Finanziers, wie er auf dem Wirtschaftssender CNBC erläuterte. Seine Berkshire Hathaway stelle 12 bis 13 Mrd. Dollar bereit, sagte er. Weitere Milliarden kommen von den Großbanken JPMorgan und Wells Fargo sowie 3G Capital. 3G Capital ist eine Größe in der Finanzbranche. Der Investor hatte im Jahr 2010 die Fast-Food-Kette Burger King geschluckt und dann wieder an die Börse gebracht. Noch immer ist 3G als Großaktionär an Bord.

Zuschlag von 20 Prozent für Aktionäre

Die beiden Partner locken die Heinz-Aktionäre mit einem Zuschlag von 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Das Geschäft muss allerdings nicht nur von den Anteilseignern akzeptiert werden, sondern auch von den Wettbewerbshütern. Geht alles glatt, besitzen Buffett und 3G Capitla ab dem dritten Kalenderquartal eine eigene Ketchup-Firma. (APA)

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