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Stadtgarage vor der Nagelprobe

©VN/Bernd Hofmeister
Dornbirn - Am kommenden Freitag, 28. November, wird die neue Stadtgarage eröffnet. Nun wartet die Stadt, die über sieben Millionen Euro in das Projekt investiert hat, gespannt darauf, ob die teure Garage von den Autofahrern auch angenommen wird. Grafik  

Die Vorteile, im Untergrund zu parken, liegen auf der Hand: Es sind nur wenige Schritte bis ins Zentrum und zum Rathaus, die Ein- und Ausfahrt ist problemlos möglich. Auch die Benützungsgebühren halten sich im Rahmen: Für die erste halbe Stunde werden 50 Cent fällig, jede weitere halbe Stunde kostet 70 Cent, ein ganzer Tag 8,20 Euro. Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele ist überzeugt, dass die Stadtgarage neue Impulse für das Zentrum bringen wird. Er sieht die Millioneninvestition als Teil der Strategie zur Belebung der Innenstadt, die sich bisher bezahlt gemacht habe. Konkret verweist der Bürgermeister auf das Stadtbad, die inatura, den Bahnhofumbau oder die Sanierung der alten Naturschau.

Kritische Stimmen

Vor allem grüne Stadtpolitiker, aber auch Bürgerinitiativen waren von den Plänen der Stadt, eine Tiefgarage unter der Stadtstraße zu bauen, wenig begeistert. Sie hätten das Geld lieber für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs verwendet. Außerdem befürchten sie, dass die neue Garage noch mehr Verkehr anzieht. Auch die Kosten erschienen manchen überzogen: Ein Abstellplatz kommt auf weit über 30.000 Euro. Die Gegner werden nun genau hinschauen und kontrollieren, ob die Prognose über die Auslastung, die von der städtischen Finanzabteilung erstellt wurde, tatsächlich stimmt. Um eine gewisse Rentabilität zu erzielen, müsste jeder der 207 Parkplätze in der neuen Stadtgarage täglich mindestens drei Stunden lang besetzt sein.

Zugänge für Fußgänger

Gut erreichbar ist die Stadtgarage für Fußgänger. Die beiden wichtigsten, mit Liften ausgestatteten Zugänge befinden sich vor dem Rathaus und dem Stadtmuseum. Somit dient die Stadtgarage auch als Unterführung der Stadtstraße. Es gibt auch eine direkte unterirdische Verbindung zur Raiffeisenbank. Nach der Fertigstellung der Überbauung des ehemaligen Mäser-Areals gibt es weitere Zugänge. Einer liegt direkt an der Stadtstraße, ein anderer in der Eisen­gasse.

Alles im Plan

Dass die geplante Bauzeit eingehalten wurde, spricht für die Planer und die Baufirmen, die alle ganze Arbeit geleistet haben. Derzeit liegt das Projekt bei einem Abrechnungsstand von 70 Prozent im Kostenrahmen. In der Tiefgarage des im Bau befindlichen Prisma-Projektes auf dem Mäser-Areal stehen nach Abschluss der Bauarbeiten zusätzlich 50 unterirdische Abstellplätze zur Verfügung. Rechnet man die Kulturhausgarage dazu, bieten alle drei miteinander verbundenen Tiefgaragen Platz für 450 Autos.

Neue Großbaustelle

Bereits 2010 gibt es eine neue Großbaustelle. Dann steht die Sanierung der Kulturhausgarage an. Erneuert werden die technischen Anlagen, gleichzeitig erhält die 25 Jahre alte Tiefgarage das Design der Stadtgarage.

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