Stadtarzt-Modell hat sich bewährt

DI Markus Linhart und Dr. Michael Stockreiter
DI Markus Linhart und Dr. Michael Stockreiter

Bregenz. Seit drei Jahren teilen sich sieben praktische Ärzte mit Dr. Michael Stockreiter den stadtärztlichen Dienst in Bregenz. Was anfangs ein politischer Aufreger war, hat sich nun eingespielt.n In Bregenz kooperiert der Stadtarzt mit den niedergelassenen Ärzten der Stadt.Für Bürgermeister Markus Linhart ist die Kombination niedergelassener Ärzte mit einem hauptberuflichen Stadtarzt eine Erfolgsgeschichte. Dr. Rudolf Brugger, der Sprecher der niedergelassenen Ärzte von Bregenz, sieht das genauso. „Alles was längerfristig planbar ist – etwa Exhumierungen – wird von Dr. Stockreiter erledigt, wir sind in erster Linie für die Totenbeschau und für akute Notfälle zuständig. Diese Notfälle können es dabei notwendig machen, dass wir unsere Praxen auch während der Ordinationszeiten kurzfristig verlassen müssen. Von den Patienten wird uns dafür großes Verständnis entgegengebracht.”

Zu diesen akuten Notfällen zählen etwa Psychosen oder die Prüfung der Haftfähigkeit, nicht aber Erkrankungen. Dafür ist der Hausarzt bzw. der ärztliche Notdienst zuständig. Dem Stadtarzt und seinen Kollegen obliegen vor allem sanitätspolizeiliche Tätigkeiten. Das beginnt bei den Untersuchungen der Kinder im Kindergarten, setzt sich in der Schule fort, und endet noch lange nicht bei der Ausstellung eines Totenscheins. „Rund zwei Einsätze pro Tag an 365 Tagen im Jahr machen einen Dienst rund um die Uhr notwendig”, erklärt Stockreiter. Er ist neben seiner stadtärztlichen Tätigkeit auch für die Dienststelle Gesundheit im Rathaus zuständig und dabei u.a. Ansprechpartner für sozialmedizinische Problemfälle. „In dieses Gebiet fallen Hygieneangelegenheiten, wie etwa die sich in letzter Zeit häufenden Vermüllungen von Wohnungen vereinsamter Menschen, aber auch die Kooperationen mit dem Roten Kreuz und den Spitälern. Immer häufiger stehen Menschen, die nach schwerer Krankheit aus dem Krankenhaus entlassen werden, vor Problemen. Wir organisieren dann den Krankenpflegeverein, den rollenden Essenstisch und notwendige Rehabilitationsmaßnahmen.” So ergänzen sich Service für die Bürger mit den sanitätspolizeilichen Aufgaben im Rahmen einer sinnvollen Arbeitsteilung.

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