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Stadionstreit in Lustenau: FPÖ mit neuem Friedensangebot

Stadionstreit in Lustenau.
Stadionstreit in Lustenau. ©Markus Gmeiner
Lustenau - Die Austria soll beim Sportpark im Millennium Park eine neue Heimstätte für den Amateurbereich bekommen und der FC im Gegenzug gleichberechtiger Partner im Reichshofstadion werden.

Beide Lustenauer Profiklubs, der FC und die Austria, spielen im Reichshofstadion. Doch gleichberechtigt sind die beiden Mannschaften nicht. Die Austria hat das Heimrecht, der FC ist im Reichshofstadion nur Gast. Für die Lustenauer FPÖ ist das eine ungerechte Situation und sie will deshalb bei der kommenden Gemeindevertretung am Donnerstag einen eigenen Vorschlag zur Beendigung im jahrelangen Stadionstreit präsentieren.

Bislang ist vorgesehen, dass der FC Lustenau im Sportpark, der beim Millennium Park ab Frühjahr 2012 gebaut werden soll, eine neue Heimstätte für den Nachwuchs- und Amateurbetrieb bekommen soll. Laut FPÖ Lustenau sei das gar nicht notwendig, denn der FC verfüge mit dem Stadion in der Holzstraße und den Fußballplätzen im Wiesenrain bereits über eine gut funktionierende Infrastruktur. Stattdessen sollte die Austria im Sportpark eine neue Trainingsstätte für den Nachwuchsbereich bekommen. Denn die bisherigen Plätze der Austria im Rheinvorland seien dauernd vom Hochwasser bedroht. Zudem würden Tribünen und eine Bewirtung fehlen.

Im Gegenzug soll es laut FPÖ zu einer völligen Gleichstellung der Profibetriebe der Austria und dem FC im Reichshofstadion kommen. Es müsse im Interesse der Gemeinde sein, dass im einzigen gemeindeeigenen Stadion auch beide örtlichen Fußballvereine gleichberechtigt und unter gleichen Voraussetzungen spielen dürfen, argumentieren die Freiheitlichen. Zudem sollten alle örtlichen Vereine die Möglichkeit haben, das Reichshofstadion bei Bedarf für ihre Veranstaltungen zu nutzen.

Präsidenten sind uneins

FC-Lustenau-Präsident Dieter Sperger signalisiert Zustimmung zum FPÖ-Vorschlag. „Das ist das einzige, was von der Logik her Sinn macht“, sagt er gegenüber der NEUE am Sonntag. Das Reichshofstadion solle künftig nur mehr reine Spielstätte des FC und der Austria sein. Weniger euphorisch reagierte Austria-Lustenau-Präsident Hubert Nagel. „Mit uns wurde darüber noch gar nicht geredet. Das ist typisch FPÖ. Eine solche Vorgangsweise disqualifiziert sich von selbst.“ Und was hält er aber vom FPÖ-Vorschlag? „Mit dem Antrag sollen sie am besten nach Hohenweiler“, so Nagels knapper Kommentar. (NAMS / Frank Andres)

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