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St. Pölten neues Liga-Schlusslicht, Ried verspielt Sieg

Für Georg Zellhofer gab es im dritten Anlauf immerhin den ersten Punkt
Für Georg Zellhofer gab es im dritten Anlauf immerhin den ersten Punkt ©APA/ERWIN SCHERIAU
Der SKN St. Pölten ist am Dienstag auf den letzten Platz der Fußball-Bundesliga zurückgefallen. Die Niederösterreicher erreichten in der vierten Runde der Qualifikationsgruppe auswärts gegen den TSV Hartberg ein 0:0 und liegen damit zwei Punkte hinter der Admira, die sich beim SCR Altach 1:0 durchsetzte. Die Wiener Austria musste sich daheim gegen Ried mit einem 2:2 begnügen, ihr Rückstand auf die führenden Hartberger beträgt weiterhin zwei Zähler.

Während in der Chefetage die Arbeiten an den Lizenzunterlagen finalisiert wurden, verpasste es die Austria auf dem Spielfeld, sich frühzeitig der sportlichen Abstiegssorgen zu entledigen. Nach dem 2:2 im eigenen Stadion gegen die SV Ried liegen die "Veilchen" acht Punkte vor dem neuen Tabellenletzten St. Pölten. Ried prolongierte seine starke Serie unter Trainer Andreas Heraf und ist auch nach der vierten Qualifikationsrunde ungeschlagen.

Fast wären die Innviertler mit einem Auswärtssieg aus Wien abgereist. Marco Djuricin rettete der Austria in der 91. Minute einen Punkt. Ried hatte mit einem Blitztor durch Constantin Reiner (1.) und einem Joker-Tor von Marco Grüll (78.) zweimal vorgelegt, Manprit Sarkaria ein Elfmetergeschenk (22.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelt. Zwei Punkte fehlen der Austria auf Leader Hartberg, der sich gegen St. Pölten nicht absetzen konnte.

Spätestens mit Abpfiff rückten die wirtschaftlichen Sorgen bei der Austria wieder in den Vordergrund. Die Unterlagen, um die Lizenz für die kommende Saison im zweiten Abdruck zu bekommen, mussten bis 23.59 Uhr geschickt werden. Aus Wien-Favoriten wurde Zuversicht verlautet. Innerhalb von sieben Tage muss die Entscheidung fallen.

St. Pölten schaffte im dritten Spiel unter Interimscoach und Sportchef Georg Zellhofer zumindest den ersten Punktgewinn - nach einem 0:1 gegen Altach und einem 1:2 gegen die Austria. Die sieglose Serie von mittlerweile acht Partien konnte nicht beendet werden.

Hartberg hatte gegen sehr defensiv eingestellte Gäste schon vor der Pause mehr Spielanteile und war auch zweikampfstärker. Gefährlich war allerdings vorerst St. Pölten. Der TSV war nur einmal so richtig knapp am Führungstreffer dran.

Nach Wiederbeginn verschärften die Hausherren den Druck und drängten vehement auf das 1:0. Hartberg konnte aus dem Chancenübergewicht aber kein Kapital schlagen. Nicht mehr ins Gewicht fiel, dass St. Pöltens Abwehrspieler Ahmet Muhamedbegovic wegen Kritik die Gelb-Rote Karte (87.) kassierte.

Die Admira löste sich indes vom Tabellenende. Das Goldtor für die Südstädter erzielte Maximilian Breunig in der 63. Minute. Die Altacher ließen damit nicht nur "big points" liegen, um sich vom Abstiegsplatz zu distanzieren, sondern sind nun unmittelbar in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt. Das Team aus dem Ländle trennen drei, die Admiraner zwei Zähler von Schlusslicht St. Pölten.

Beide Teams rotierten an einigen Positionen, teils auch bedingt durch Verletzungen und Sperren. In der ersten Hälfte war die Admira bei sonnigem Wetter optisch leicht überlegen, wenngleich die Südstädter kaum gefährliche Situationen herausspielten. Kurioserweise lagen ausgerechnet gleich zwei Eigentore in der Luft. Die weiteren nennenswerten Gelegenheiten in Halbzeit eins gingen allesamt auf das Konto der Hausherren.

Kurz nachdem die rund 100 Zuschauer das Stadion aufgrund der geltenden nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verlassen hatten, kassierten die Gastgeber dann das entscheidende Tor. In der 63. Minute drückte Breunig eine hohe Hereingabe von Auer über die Linie. Die Altacher Defensive wirkte dabei unsortiert. Obwohl Altach gegen Ende der Partie überlegen agierte, hatte Breunig fünf Minuten später die Gelegenheit auf die Zwei-Tore-Führung, schoss aber drüber. So blieb es beim 1:0 der Gäste.

(APA)

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