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St. Galler Kantonsarchäologen suchen Münzen

Die St. Galler Kantonsarchäologen suchen Münzen aus einem römischen Schatz, der 1941 während der "Anbauschlacht" im Zweiten Weltkrieg auf einem Feld in Oberriet gefunden wurde.

Personen, die Stücke aus dem Fund besitzen, sind aufgerufen, diese vorübergehend für die Dokumentierung zur Verfügung zu stellen. Die Münzen bleiben Eigentum der Melderinnen und Melder.

Im Jahr 1941 tauchte beim erstmaligen Pflügen einer Wiese im Zusammenhang mit der “Anbauschlacht” in der Nähe von Oberriet ein römischer Münzschatz auf. In einem verzierten Keramiktopf lagen rund 1200 Münzen. Der Schatz war in den unruhigen Zeiten des 3. Jahrhunderts nach Christus vergraben worden; sein damaliger Wert entsprach etwa dem halben Jahressold eines Hauptmanns (Centurio) der römischen Legion.

Schatz aufgeteilt

Der Grossteil des Fundes, der nur aus Silbermünzen bestand, und das Gefäss gelangten ins Historische Museum St.Gallen. Das Museum Altstätten erhielt Dubletten der Münzen. Ein Drittel des Schatzes wurde auf Grund eines Regierungsratsbeschlusses den Findern zurückgegeben. Aus jenem Fundteil wurden zahlreiche Münzen verschenkt und rund 130 Stück in eine Vorarlberger Privatsammlung verkauft.

Leider dokumentierte man den gesamten Schatzfund 1941 vor der Aufteilung nicht gründlich genug. Eine genaue Bearbeitung steht bis heute aus, obwohl die Forschung schon länger erkannt hat, dass der Oberrieter Schatzfund ein wichtiges Quellenzeugnis der römischen Geschichte des 3. Jahrhunderts nördlich der Alpen ist.

Neue Chance zur Dokumentation

Nun stehen die nach Vorarlberg verkauften Münzen zur Dokumentation zur Verfügung. Dies war der geeignete Anlass, alle heute noch fassbaren Stücke des Schatzfundes von Oberriet fachgerecht zu dokumentieren, das heisst gründlich bestimmen und fotografieren zu lassen. Die Kosten trägt der kantonale Lotteriefonds. Die Kantonsarchäologie St.Gallen koordiniert die Arbeiten, das Münzkabinett Winterthur garantiert die fachgerechte Dokumentationsarbeit. Es geht darum, die Bestände in den Museen von St.Gallen, Altstätten und Montlingen sowie in Privatbesitz zumindest in einer Dokumentation wieder zusammenzuführen und so als archäologisches Kulturgut zu sichern.

Bedeutender Referenzfund

Erst durch eine solche Bearbeitung werden sich zudem sichere Aussagen zu diesem Fund machen lassen, sei es zur Zusammensetzung und Entstehung des Schatzes oder zur Verbergungszeit. Die detaillierte Dokumentation samt einer Kurzauswertung wird dem Fund endlich auch seine Bedeutung als Referenzfund für die römische Archäologie in der Schweiz und im benachbarten Ausland geben.

Münzen zur Verfügung stellen

Deshalb richtet die Kantonsarchäologie einen Aufruf an die Bevölkerung: Wer hat noch Münzen aus dem Schatzfund von Oberriet zu Hause, in seiner Schulsammlung oder im Tresor? Diese Münzen sollten fachgerecht bestimmt und dokumentiert werden. Die Münzen verbleiben im Besitz der Melder; eine Konfiszierung ist nicht zu befürchten. Sachdienliche Hinweise nehmen gerne entgegen: Martin Schindler, Kantonsarchäologie, Rorschacherstrasse 23, 9001 St.Gallen, 071 229 38 72, martin.schindler@sg.ch; Benedikt Zäch, Münzkabinett der Stadt Winterthur, Lindstrasse 8, Postfach, 8402 Winterthur, 052 267 51 46, benedikt.zaech@win.ch. (Quelle: Staatskanzlei SG)

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