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Spätes Ja zu Feuerbrandmittel

Schwarzach - Überraschend wurde das Feuerbrandmittel Streptomycin gestern Vormittag freigegeben. Kurzbeschreibung des Antibiotikums Streptomycin[.pdf - 89KB]

Dipl.-Ing. Ulrich Höfert staunte gestern früh nicht schlecht. Da kam doch glatt die Nachricht von der Agentur für Lebensmittelsicherheit (AGES) in Wien. Mit dem positiven Bescheid zur Erlaubnis für die Anwendung von Streptomycin, dem umstrittenen Antibiotikum zur Bekämpfung des Feuerbrands. „Das war für mich völlig überraschend, denn am Dienstagabend wurde das Mittel noch nicht genehmigt.“

Rechtfertigung

Höfert ist die Vorgangsweise der AGES unerklärlich. „Weil es jetzt wahrscheinlich ohnehin schon zu spät ist, denn die Obstbaumblüten gehen gegen Ende der Woche bereits ab. Wir hätten das Mittel früher gebraucht.“ Zu “90 Prozent“ würde das Mittel jetzt nicht mehr zur Anwendung kommen. Der bei der AGES für die Genehmigung des Streptomycin zuständige Obstbauexperte Leopold Girsch rechtfertigt gegenüber den „VN“ die Vorgangsweise. „Streptomycin ist ein nicht ungefährliches Mittel. Wir haben intensiv und gewissenhaft über Anwendungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten verhandelt. Das ging nicht schneller.“

Situation ernst

Kritisch ist in den Augen von Höfert die Situation allemal. „Weil jetzt alle Faktoren für die Infektion gegeben sind.“ Sollte Streptomycin doch noch zum Einsatz kommen, wäre das frühestens morgen möglich. „Wir haben mit den Imkern vereinbart, sie 48 Stunden vor einem Einsatz dieses Mittels zu informieren. Nicht glücklich mit den langen Verhandlungen war auch Agrar-Landesrat Erich Schwärzler. „Der Streitpunkt war der, dass wir im Falle der Anwendung von Streptomycin die AGESExperten zur Begleitung im Land haben wollten. Doch die wollten ausschließlich uns in der Verantwortung sehen“, so Schwärzler.

Späte Einigung

Jetzt kam es zur Einigung. Das Land ist für die Berichtlegung zuständig, die AGES-Experten für die wissenschaftliche Betreuung. In der Theorie. Denn faktisch sind die Chancen auf eine Anwendung von Streptomycin auf ein Minimum gesunken.

Suche nach Alternativen

Was auch Landesrat Schwärzler bestätigt. „Der Einsatz ist jetzt sehr unwahrscheinlich.“ Indes wurde gestern von einigen Obstbauern wieder versucht, Löschkalk anzubringen. „Doch die technischen Probleme bei der Anwendung sind leider sehr groߓ, berichtet Ulrich Höfert. Einig sind sich alle Betroffenen darin, dass künftig noch stärker alternative Mittel getestet werden sollten.

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