Sprach-Störungen verursachen großen Leidensdruck

Bregenz - Sprechen und Sprache sind für Menschen von ganz entscheidender Bedeutung. Deshalb sind Defizite in der Sprache, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, meist mit einem großen Leidensdruck verbunden. Anlässlich des Welt-Logopädie-Tags am 6. März stellt der aks seine Angebote vor.

In der Logopädie für Erwachsene betreut der aks PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, z.B. nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. In der Logopädie für Kinder wird ein breites Spektrum an Auffälligkeiten und Störungen abgedeckt, das von verzögerter Sprachentwicklung, undeutlichem oder schwer verständlichem Sprechen bis zu Mehrfachbehinderungen und Ess- und Trinkproblemen im Säuglingsalter reicht.

Logopädie bei neurologischen Erkrankungen

Wenn die Fähigkeit zu sprechen fehlt oder stark eingeschränkt ist, leidet darunter die Lebensqualität. Das gilt auch für die die Schluckfähigkeit: Wenn Nahrung oder Flüssigkeit nicht mehr über den Mund aufgenommen werden können, verlieren wir einen großen Genussfaktor und damit ein entscheidendes Stück Lebensqualität.

Die LogopädInnen der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation des aks sind in der Arbeit mit Erwachsenen auf neurologische Erkrankungen spezialisiert und konzentrieren sich vorrangig auf

  • Kommunikation über Sprache, Gestik und Mimik

  • Sprachverständnis, Sprache und Sprechen

  • Gehör

  • Lesen und Schreiben

  • Schlucken von Speichel, Nahrung und Flüssigkeiten

Dabei wird in der Therapie direkt auf die Bedürfnisse der KlientInnen eingegangen. Wenn nötig, werden auch alternative Strategien erarbeitet, die wieder Kommunikation ermöglichen, z.B. mit Hilfe der Unterstützten Kommunikation.

Stress, Anspannung und Nervosität wirken sich auch beim „gesunden“ Menschen negativ auf Atmung, Stimme, Sprechen und Schlucken aus. Deshalb sind Entspannungstechniken ein wichtiger Teil in der Logopädie.

Logopädie bei Kindern

In den aks Kinderdiensten wird eine Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen therapiert, u.a.

  • Verzögerte Sprachentwicklung

  • Undeutliche oder nicht dem Alter entsprechende Sprache

  • Probleme bei Laut- und Satzbildung

  • Redefluss-Störungen, z.B. Stottern

  • Hörstörungen

  • Mehrfachbehinderungen

  • Ess- und Trinkprobleme ab dem Säuglingsalter

In der Therapie werden die Grundlagen der Sprache und des Sprechens gefördert. Dabei geht die Arbeit über die Sprache weit hinaus und umfasst neben Sprechmotivation, Mundmotorik und Stimmgebrauch unter anderem auch Spielverhalten, Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik sowie Konzentration. Das Ziel ist, die Kinder darin zu bestärken, ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten voll auszuschöpfen.

Da sich das Sprachvermögen rasch entwickelt, ist bei Kindern eine möglichst frühe Erfassung, Elternberatung und (wenn notwendig) Therapie sinnvoll. In vielen Fällen wirkt sich bereits die Beratung positiv auf die Sprachentwicklung des Kindes aus.

Die LogopädInnen der aks Kinderdienste sind an acht Außenstellen in ganz Vorarlberg tätig. Die Ambulante Neurologische Rehabilitation des aks arbeitet an fünf Außenstellen und betreut die KlientInnen überwiegend über Hausbesuche. Beide Therapiebereiche können über Zuweisung durch Hausarzt/ärztin oder Facharzt/ärtzin über einen Rheha-Schein in Anspruch genommen werden.

Kontakt

aks Sozialmedizin, Kinderdienste

Rheinstr. 61, 6900 Bregenz

T.: 055 74 / 202 -0

 

aks Sozialmedizin, Ambulante Neurologische Rehabilitation

Färbergasse 13, 6850 Dornbirn

T.: 055 74 / 202 – 3000

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