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SPÖ will Glücksspiel-Reform in Enquete diskutieren

SPÖ geht es um Spielerschutz und Online-Glücksspiel
SPÖ geht es um Spielerschutz und Online-Glücksspiel ©APA (dpa)
Die SPÖ will den Glücksspiel-Sektor reformieren und dies parteiübergreifend in einer parlamentarischen Enquete diskutieren. In den kommenden Wochen werde die Partei "weiterreichende Vorschläge" zur Reform des Glücksspiels in Österreich vorlegen, kündigte SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer gegenüber der APA an.

Im Glücksspiels-Bereich sieht der SPÖ-Finanzsprecher "etliche Baustellen", darunter etwa den Spielerschutz. Dieser müsse betreiberunabhängig sein und auch unabhängig davon, welches Glücksspiel jeweils betrieben wird.

"Baustelle zwei" ist für Krainer das Online-Glücksspiel. Derzeit gebe es in Österreich eine Lizenz - also einen legalen Betreiber, der nur 30 Prozent des Online-Glücksspiels abdecke. 70 Prozent der Spieler würden hingegen bei illegalen Online-Anbietern spielen. Hier seien technische Möglichkeiten zu überlegen wie IP-Blocking oder eine Regulierung über Zahlungsdienste.

Als "alles andere als ideal" bezeichnete es Krainer, dass Aufsicht, Spielerschutz, Beteiligungsmanagement für die Casinos Austria (CASAG) und die Legistik in einer Hand sind. Der Bund sollte sich ein Beispiel an der Stadt Wien nehmen, wo die Zuständigkeiten auf voneinander unabhängige Stellen verteilt sind, so der SPÖ-Abgeordnete.

Auch beim kleinen Glücksspiel sieht die SPÖ Reformbedarf. Das Problem dabei sei, dass sowohl Länder als auch der Bund Konzessionen dafür vergeben können. Daher gebe es selbst in Bundesländern, wo das kleine Glücksspiel verboten ist, dank der Bundeskonzessionen das kleine Glücksspiel. Als Lösung schlägt Krainer vor, dass in jenen Bundesländern, wo durch die Landes-spezifischen Regelungen das kleine Glücksspiel verboten ist, es auch keine Bundeskonzession geben darf.

(APA)

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