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SPÖ-Anfrage zu Pharma-Zuwendungen: Gab es unlautere Vorteilnahmen durch Ländle-Ärzte?

SPÖ-Gesundheitssprecherin Gabi Sprickler-Falschlunger hat eine Anfrage an den zuständigen Landesrat bezüglich der Pharma-Zuwendungen gestellt.
SPÖ-Gesundheitssprecherin Gabi Sprickler-Falschlunger hat eine Anfrage an den zuständigen Landesrat bezüglich der Pharma-Zuwendungen gestellt. ©APA/VOL.AT
SPÖ-Gesundheitssprecherin Gabi Sprickler-Falschlunger reagiert auf einen VOL.AT-Bericht mit einer Anfrage an Gesundheitslandesrat Christian Bernhard.
Das kassieren Ländle-Krankenhäuser von Pharma-Konzernen

Wie VOL.AT exklusiv berichtete, erhielten die Vorarlberger Landeskrankenhäuser und das Krankenhaus der Stadt Dornbirn im Jahr 2015 insgesamt 169.606,40 Euro an Zuwendungen von den fünf weltgrößten Pharmakonzernen und dem deutschen Branchenriesen Bayer. Das Geld wurde unter anderem für Tagungs- und Teilnahmegebüren sowie Reise- und Übernachtungskosten verwendet. An der Spitze liegt das Landeskrankenhaus Feldkirch, das 92.224,17 Euro an Zuwendungen im Jahr 2015 erhielt.

SPÖ befürchtet unlautere Vorteilnahmen

Die Vorarlberger SPÖ befürchtet, dass es durch Zuwendungen dieser Art zu einer Beeinflussung des Marktes durch die Pharmakonzerne und zu unlauterer Vorteilnahmen durch Ärzte gekommen sein könnte. Gesundheitssprecherin Gabi Sprickler-Falschlunger richtet daher eine Anfrage an Gesundheitslandesrat Christian Bernhard. “Gerade aufgrund der Tatsache, dass Dienstnehmer der Landeskrankenhäuser in den Vorteil von Reisen und Aufenthalten kommen, die von privaten Marktteilnehmern in der Gesundheitsbranche finanziert werden, stellen sich einige Fragen”, heißt es in der Anfrage.

Regeln offenlegen

Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass durch die Zuwendungen an Ärzte die Verschreibungspolitik von Medikamenten beeinflusst werden könnte. Es sei auch denkbar, dass ein Zusammenhang zwischen den Zahlungen der Pharmakonzerne und der Nachfrage nach Medikamenten ebendieser Unternehmen durch die Landeskrankenhäuser bestehe. Sprickler-Falschlunger fordert daher unter anderem eine Aufstellung darüber, wie sich die Kosten für Medikamente in den Jahren 2010 bis 2015 entwickelt haben. Außerdem will sie wissen, von welchen Pharmaunternehmen und in welcher Höhe pro Krankenhaus jährlich Medikamente bezogen wurden. Des Weiteren will die SPÖ-Gesundheitssprecherin, dass die Vorschriften, die an den Ländle-Spitälern bezüglich Pharma-Zuwendungen an Ärzte gelten, offengelegt werden.

Die Anfrage von Sprickler-Falschlunger:

1.    Wie haben sich die Kosten für Medikamente an den Vorarlberger Spitälern in den Jahren 2010 bis 2015 entwickelt? Bitte um Aufstellung nach Spitälern und Jahren.

2.    Von welchen Pharmaunternehmen wurden in welcher Höhe pro Spital und Jahr diese Medikamente bezogen?

3.    Welche Medikamentengruppen weisen die größten Steigerungsraten auf?

4.    Von welchen Herstellern wurden diese bezogen?

5.    Kam es in den in oben genannten Jahren zu einem Wechsel der Lieferantenfirmen bei teuren Medikamentengruppen? Wenn ja, aus welchen Gründen?

6.    Wie viel von den insgesamt rund 170.000 Euro an Geldern, die von den Pharmaunternehmen an die Spitäler flossen, gingen
a.    an die KHBG bzw. an die Abteilungen?
b.    an Ärztinnen und Ärzte?

7.    Wie viele Ärztinnen und Ärzte bezogen von Pharmaunternehmen Zahlungen für Fortbildungen und Reisekosten?

8.    Welche Regeln gelten an den Vorarlberger Spitälern für derartige Zuwendungen an Ärztinnen und Ärzte?

9.    Gab es in den Jahren 2010 bis 2015 auch Zuwendungen von Herstellern medizinischer Instrumente und Geräte bzw. von Prothetik? Wenn ja, von wem und in welcher Höhe und an wen?

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