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SPÖ Vorarlberg bemängelt Einstellung

Als Resümee aus dem Jahr der Menschen mit Behinderung hat die SPÖ Vorarlberg heute, Dienstag, dem Land vorgeworfen, bei der Umsetzung des Behinderten-Einstellungsgesetzes säumig zu sein.

Das Land komme als Arbeitgeber seinen Verpflichtungen (pro 25 Mitarbeiter ein „begünstigter“ Behinderter, Anm.) „sehr wenig“, nämlich nur zu einem guten Drittel, nach und zahle lieber hohe Ausgleichstaxen, bemängelte SPÖ-Vorsitzende LAbg. Elke Sader am Dienstag vor Journalisten in Bregenz: „Das Land muss in dem Bereich Vorbildwirkung entwickeln.“

Rollstuhlfahrer Günter Wild schlug als Praktiker in Behindertenfragen u.a. ein Job-Splitting für in Frage kommende Behinderte vor. Viele Menschen mit Behinderung würden gute Leistungen erbringen, könnten aber nicht acht Stunden durchgehend arbeiten. Sinnvoll und nicht zuletzt auch für das Selbstwertgefühl von Betroffenen förderlich wäre daher, einen Vollarbeitsplatz – etwa in der Krankenhaus-Administration – mit zwei qualifizierten Behinderten zu besetzen.

Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) und Landesrat Siegi Stemer (V) wiesen die SPÖ-Vorwürfe im Pressefoyer nach der Regierungssitzung als nicht begründet zurück. In der Landesverwaltung erfülle Vorarlberg die Verpflichtung, in den Spitälern und bei Lehrern sei es hingegen schwierig, räumte Sausgruber ein. Dafür gebe es im Ländle „mit massiver öffentlicher Förderung“ fast 1.000 Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft für Behinderte. Damit sei Vorarlberg in einer Gesamtbilanz führend in Österreich, relativierte Sausgruber die SPÖ-Kritik.

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