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Spitzentreffen zum Konflikt um Berg-Karabach in Moskau

Zwei Monate nach dem Ende der Kämpfe in Berg-Karabach im Südkaukasus will der russische Präsident Wladimir Putin Gespräche über die Lage in der Konfliktregion führen. Dazu sei ein Treffen mit Aserbaidschans Staatschef Ilham Aliyev und mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan an diesem Montag in der russischen Hauptstadt Moskau geplant, teilte der Kreml am Sonntag mit.

Thema sei die Umsetzung des Friedensabkommens, das Putin mit Aliyev und Paschinjan vereinbart hatte. Zudem soll es laut Kreml um die Lösung weiterer Probleme und die Unterstützung von Bewohnern in den damals von den Kämpfen betroffenen Gebieten gehen.

Zuletzt hatte es Streit beim Austausch von Kriegsgefangenen zwischen den verfeindeten Ländern gegeben. So warf Armenien dem Nachbarland vor, festgesetzte armenische Soldaten nicht als Kriegsgefangene zu betrachten. Das aserbaidschanische Außenministerium wies den Vorwurf am Samstag zurück. Diese Soldaten seien zur Sabotage gegen Aserbaidschan eingesetzt worden.

Ungeklärt ist auch der künftige Status von Berg-Karabach. Paschinjan steht zudem innenpolitisch erheblich unter Druck. Die Opposition macht ihn für die Niederlagen gegen Aserbaidschan verantwortlich.

Aserbaidschan hatte sich in dem jüngsten Krieg um die bergige Region weite Teile des Anfang der 1990er-Jahre verlorenen Gebiets zurückgeholt. Die neuen Kämpfe hatten am 27. September begonnen und dauerten bis zum 9. November. Insgesamt starben auf beiden Seiten weit mehr als 4.700 Menschen - die meisten von ihnen Soldaten. Der Konflikt existiert schon seit Jahrzehnten. Russische Friedenstruppen überwachen seit zwei Monaten eine vereinbarte Waffenruhe.

(APA/dpa)

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