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Spielzeugmuseum bereichert Vorarlberg

Die Vorarlberger Museumslandschaft ist um eine Attraktion reicher: Am Freitag, 27. August, wird in Wolfurt ein Spielzeugmuseum eröffnet. Auf 570m² Ausstellungsfläche zeigt Inhaberin Iris Alge Exponate aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert bis etwa 1950.

Untergebracht ist die Einrichtung standesgemäß in einem rund 300 Jahre alten Rheintalhaus im Ortszentrum, das in den vergangenen eineinhalb Jahren um rund 400.000 Euro renoviert wurde.

Die Dauerausstellung im Spielzeugmuseum Wolfurt erstreckt sich über drei Etagen und ist in die Themenbereiche Puppenstuben, Mechanisches Blechspielzeug, Bubenspielsachen, Laterna Magica und Puppenwelt gegliedert. Bei den Exponaten handelt es sich um das Privateigentum von Iris Alge, die seit fast drei Jahrzehnten sammelt. Fündig wurde sie dabei auf Auktionen, Flohmärkten, Trödlern und im Antiquitätenhandel, erzählte sie bei der Presseführung am Mittwoch. Das älteste Ausstellungsstück ist eine über 150 Jahre alte Pandora-Modepuppe aus Papiermache und Leder.

„Jeder ältere Besucher wird im Spielzeugmuseum etwas finden, mit dem er selbst gespielt hat“, ist sich Alge sicher. Auf modernes Spielzeug angesprochen, sagte Alge, dass jede Zeit ihr Spielzeug habe. „Es ist zeitangepasst, gespielt wurde aber immer“, verwies Alge gerade auch auf das spielerische Lernen. Mit den Kaufläden habe man früher etwa Rechnen und Einkaufen gelernt. Alge kündigte bereits an, auch Sonderausstellungen „etwa über Bären“ zeigen zu wollen. Auch über ihr persönliches Lieblingsstück gab die leidenschaftliche Sammlerin Auskunft: Es ist ihr „Jokl“, eine Bubenpuppe aus dem Jahr 1910.

Den Anstoß zur Installierung des Museums gab der Wolfurter Bürgermeister Erwin Mohr (V), der bei einem Besuch bei Iris Alge auf die umfangreiche Sammlung gestoßen war. „Ich war vom ersten Augenblick an fasziniert und begeistert“, sagte der Bürgermeister, der das Spielzeugmuseum als das „wohl attraktivste im ganzen Bodenseeraum“ bezeichnete. Die Sammlung habe sich ideal zur neuen Nutzung des historischen Gebäudes angeboten. Das Rheintalhaus befindet sich im Besitz einer Stiftung, die Nutzungsrechte liegen aber bei der Gemeinde.

Öffnungszeiten: Freitag, Samstag und Sonntag 13 bis 18 Uhr

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