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Spielplatz als Ort der Gefahr

Mit dem schönen Wetter füllen sich die Spielplätze – und die Krankenhäuser. Spielplatzcheckliste für Eltern [pdf - 148KB]Zahlen und Fakten [pdf - 151KB]

Für 400 Kinder aus Vorarlberg hat das Herumtollen auf dem Spielplatz im vergangenen Jahr schmerzhaft geendet. Sie verletzten sich beim Spielen so schwer, dass eine ärztliche Behandlung notwendig war – bei 300 Kindern sogar im Krankenhaus, lautet die Bilanz des Instituts „Sicher Leben“. „Die Ursache ist zumeist der Übermut der Kinder“, so Franz Rein von der Initiative „Sichere Gemeinden“ auf „VN“-Anfrage. Im Eifer des Gefechts fallen die Kleinen vom Klettergerüst oder stürzen von der Schaukel.

Waches Auge

Mit Abstand die häufigste Unfallart bei Kindern sind mit 64 Prozent Stürze, gefolgt von Zusammenstößen mit Gegenständen oder Personen (26 Prozent). Quetsch- und Schnittverletzungen schlagen mit sieben Prozent zu Buche. „Eltern sollten immer ein Auge auf die Kinder haben“, sagt Franz Rein, der Spaß am Spielen und am Abenteuer dürfe den Kindern aber durch zu starke Vorsicht der Eltern nicht genommen werden.

„Die Spielplätze in Vorarlberg sind relativ sicher“, sagt Franz Rein. Die Zustände hätten sich in den letzten Jahren massiv verbessert. Eltern sollten – wenn möglich – darauf achten, dass der Boden unter den Spielgeräten nicht zu hart und der Platz vom Straßenverkehr abgegrenzt ist. Besonders wild ist laut Studie das männliche Geschlecht auf dem Spielplatz unterwegs: 61 Prozent der spitalsbehandelten Kinder sind Buben, nur 39 Prozent Mädchen.

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