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"Speckgürtel" werden immer reicher

Die Umlandgemeinden um die Städte werden immer attraktiver für Wohlhabende. Neun der zehn reichsten Gemeinden Österreichs befinden sich in Niederösterreich, Lech liegt auf Platz sieben.

Bei der Untersuchung der regionalen Kaufkraftunterschiede in Österreich hat die RegioPlan Consulting festgestellt, dass besonders die Umlandbezirke um Wien stark von der Abwanderung der Reichen aus der Stadt profitieren: Neun der zehn reichsten Gemeinden Österreichs befinden sich in Niederösterreich vor den Toren Wiens.

Brunn am Gebirge, Breitenfurt bei Wien, Bisamberg, Korneuburg und Perchtoldsdorf sind die fünf Gemeinden mit den reichsten Einwohnern Österreichs. Lediglich der Vorarlberger Ort Lech, im Kaufkraftvergleich am siebenten Platz, bricht in die niederösterreichische Phalanx ein. Dieser Trend sei nicht nur um Wien feststellbar, sondern auch in Graz-Umgebung und Linz-Land entstünden immer reichere Gemeinden, so die RegioPlan in ihrem am Donnerstag veröffentlichten „Kaufkraftindex Österreich 2005“.

Im Bundesländervergleich nach Kaufkraftindex-Punkten führt Wien vor Niederösterreich und Salzburg. Alle übrigen Bundesländer liegen unter dem Österreich-Durchschnitt von 100 Punkten. An vierter Stelle kommt Tirol, dann folgen Oberösterreich, Vorarlberg und die Steiermark. Kärnten und das Burgenland teilen sich mit je 94 Punkten den letzten Platz.

Auch in Österreich tut sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auf. Es gibt sowohl mehr Bürger, die sehr gut situiert sind, als auch mehr Personengruppen die zur Armutsgrenze tendieren. Besonders stark zeigt sich diese Entwicklung laut RegioPlan in den Städten.

Die Stadt Salzburg hat in den vergangenen fünf Jahren im Vergleich die meisten Kaufkraftindex-Punkte verloren, liegt im Ranking der fünf größten Städte Österreichs 2005 aber immer noch klar voran. An zweiter Stelle folgt Linz vor Graz, die Plätze vier und fünf nehmen Innsbruck und Wien inne. Die Bundeshauptstadt liegt mit 108,7 Kaufkraftindex-Punkten zwar immer noch klar über dem Österreich- Schnitt (100), zeigt aber eine „schwache Dynamik“. Die anhaltend schwache Konjunktur, steigende Arbeitslosigkeit und die Zuwanderung kaufkraftschwacher Schichten sieht RegioPlan dafür verantwortlich.

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