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Spatenstich zur Sanierung des Festspielhauses

Mit dem Spatenstich wurde am Freitagnachmittag der offizielle Auftakt zum Umbau des Festspielhauses in Bregenz gesetzt. Die 40 Mio.-Investition solle neue Impulse für die gesamte Region bringen.

In nur zehn Monaten soll das Gebäude um 40 Mio. Euro rechtzeitig zum Start der Festspielsaison 2006 generalsaniert und erweitert werden. Für die gesamte Region würden sich dadurch neue wirtschaftliche Chancen ergeben, betonten Politiker von Bund, Land und Stadt bei der Feier. Kunst-Staatssekretär Franz Morak (V) bezeichnete die Bregenzer Festspiele als ein „für ganz Österreich zentrales Kulturereignis”. Anspruch, Avantgarde und Authentizität würden in Bregenz in einzigartiger Weise verbunden. Die Beteiligung des Bundes verstehe er als ausdrückliches Bekenntnis zu den Bregenzer Festspielen, betonte Morak. 35 der 40 Mio. Euro an Investitionskosten teilen sich Bund, Land und Stadt Bregenz, fünf Mio. Euro müssen die Festspiele selbst beisteuern. Gleichzeitig wies Morak darauf hin, dass die Festspiele „einen ganz wesentlichen Impuls für die Region rund um den Bodensee darstellen”. Die gesamtwirtschaftlichen Mehrumsätze bezifferte der Staatssekretär mit 160 Mio. Euro.

Während sich Festspiel-Präsident Günter Rhomberg überzeugt zeigte, „dass das Gesamterlebnis Bregenzer Festspiele deutlich profitieren wird”, schloss Vizepräsident Wilhelm Muzyczyn eine Überschreitung des Budgets aus. Bürgermeister Markus Linhart (V) erwartete sich durch den Umbau zusätzliche Impulse für die Vorarlberger Landeshauptstadt. „Die unbestritten notwendige Sanierung bringt neue Möglichkeiten für Kongresse und Kulturveranstaltungen während des ganzen Jahres”, sagte Linhart.

Die Bauarbeiten wurden im August nur wenige Stunden nach Abschluss der Festspiele aufgenommen. Um die Zehn-Monats-Frist einhalten zu können, müssen die Arbeiten in der Regel im Zwei-Schicht-Betrieb erfolgen. Die Einhaltung des Zeitplans erfordert ausgeklügelte Logistik, die täglich benötigten Personalkapazitäten werden genau vorberechnet. Zu Spitzenzeiten werden 100 bis 120 Mitarbeiter auf der Baustelle beschäftigt sein. Nach EU-weiten Ausschreibungen wurden rund 50 Firmen mit der Ausführung beauftragt.

Im Rahmen der Sanierung werden der Eingangsbereich mit Garderoben und Ticket-Center sowie das Foyer völlig neu gestaltet. Der Große Saal des Hauses erhält eine fixe Tribüne, eine Be- und Entlüftung und eine zeitgemäße Optik. Zudem werden Multifunktionsflächen und eine Festspiel-Lounge geschaffen. Komplett erneuert wird die Haustechnik aus Heizung, Lüftung und Klimaanlage sowie die Elektroinstallationen. Die Gesamtkapazität im Haus steigt von 4.000 auf 4.500 Sitzplätze. Das 1980 nach einer Bauzeit von rund drei Jahren eröffnete Festspiel- und Kongresshaus wurde von 1995 bis 1997 durch Zubauten (Verwaltungstrakt und Werkstattbühne) auf die doppelte Kubatur vergrößert. Seit der Eröffnung wurden dort etwa 6.500 Veranstaltungen mit insgesamt rund 6,7 Mio. Besuchern abgehalten. 2004 wurde das Festspielhaus Bregenz vom Weltverband der Kongresszentren als eines der drei besten Kongresszentren ausgezeichnet. Die Bregenzer Festspiele gehen 2006 von 19. Juli bis 20. August in Szene. Als Spiel auf dem See steht erneut Giuseppe Verdis „Der Troubadour” auf dem Programm.

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