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Spatenstich für das neue Vorarlberger Wasserschanzen Freestyle Zentrum Rheinauen Hohenems/Altach

v. l. Werner Eberle (ÖSV/ASVÖ, verantwortlich für Breitensport), Bgm. Gottfried Brändle (Altach), Johann Krojer, StR. Friedl Dold (Hohenems), Ewald Petritsch
v. l. Werner Eberle (ÖSV/ASVÖ, verantwortlich für Breitensport), Bgm. Gottfried Brändle (Altach), Johann Krojer, StR. Friedl Dold (Hohenems), Ewald Petritsch ©Stadt Hohenems
Das Erholungszentrum Rheinauen an der Grenze von Hohenems und Altach ist um eine Attraktion reicher. Mit dem neuen Wasserschanzen Freestyle Zentrum erhält der Österreichische Schiverband nun seine eigene, für den Sommerbetrieb optimale Trainingsanlage für eine Vielzahl an Schi-Disziplinen. 
Vorarlberger Wasserschanzen Freestyle Zentrum Rheinauen Hohenems/Altach

Auch jugendliche Badegäste kommen mittels „Schnuppertraining“ in diesen Genuss!

Neben Sportstadtrat Friedl Dold (Hohenems) und Bürgermeister Gottfried Brändle (Altach) informierten der Projektverantwortliche Johann Krojer (VSV-Freestyle Referent und Obmann des Freestyle Fördervereins Österreichs) sowie Rheinauen-Geschäftsführer Ewald Petritsch im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag, dem 1. August 2019, ausführlich über das Projekt.

„Mit diesem neuen Wasserschanzen-Freestyle-Zentrum erhält Hohenems und die gesamte Region eine imposante Trainingsanlage für den Spitzensport. Wir sind sehr stolz darauf, dieses Projekt im Erholungszentrum Rheinauen beheimaten zu dürfen und freuen uns schon sehr auf die zahlreichen hochklassigen Wettkämpfe und Trainingseindrücke, die wir hier zukünftig bewundern können. Auch die ‚Schnuppertrainings‘ für die jugendlichen Badegäste sind eine weitere Bereicherung im schönsten und größten Freibad Westösterreichs“, so der Hohenemser Sportstadtrat Friedl Dold.

„Das von der Stadt Hohenems und der Gemeinde Altach gemeinsam geführte Schwimmbad ist um ein weiteres Highlight reicher. Die Wasserschanzen-Freestyle-Anlage als Trainingsmöglichkeit für den Österreichischen Schiverband verbindet Wintersport mit den Vorzügen der Freibades Rheinauen. Ich bin überzeugt, dass die Besucherinnen und Besucher viel Freunde beim Zuschauen haben werden und die beabsichtigten ‚Schnuppertrainings‘ den einen oder anderen Badegast zum Mitmachen animieren“, ergänzt Altachs Bürgermeister Gottfried Brändle.

Zwei Jahre Vorlaufzeit

Bereits vor zwei Jahren wurde der Versuch gestartet, das Freestyle Wasserschanzen Zentrum in Hohenems zu bauen. Mit der kostenlosen Übernahme der intensiven Kleinarbeit durch den Wolfurter Architekten Gerhard Zweier kam der Stein dann so richtig ins Rollen. Der Projektverantwortliche Johann Krojer konnte schließlich, in Zusammenarbeit mit dem SC Mühlebach (Dornbirn), die Finanzierung mit Vorarlberger Firmen in Angriff nehmen. „Zahlreiche Materialspenden, die den Bau erst ermöglichten, sowie die perfekte Zusammenarbeit mit Ewald Petritsch (Geschäftsführer EHZ Rheinauen) waren schließlich die Basis für die nun mögliche Inbetriebnahme am kommenden Wochenende“, erklärt Krojer, der selbst bereits rund 1.200 Arbeitsstunden in das Projekt steckte. Etwa 50 Freiwillige haben in mehreren Tausend Arbeitsstunden beim Bau geholfen. 30.000 Euro wurden bereits investiert.

Lange „Trainingsreisen“ sind Vergangenheit

Bis zuletzt mussten die Athleten stundenlange Anfahrten zu Trainingsanlagen in die benachbarte Schweiz oder nach Deutschland auf sich nehmen – und das bei dann geringer Trainingszeit. Optimale Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten im Winter sind im Winter-Freestyle Zentrum Bödele, das vor vier Jahren errichtet wurde, bereits gegeben. Mit dem neuen Freestyle Zentrum im Rheinauen ist nun auch ein permanentes Sommertraining möglich. 

Erste Freestyle-Trainings am kommenden Wochenende

Am 3. und 4. August 2019 werden Freestyler aus dem gesamten Bodenseeraum und dem Allgäu auf den ersten beiden Wasserschanzen mit dem Training und der Vorbereitung auf den nächsten Winter beginnen können. Am 14. und 15. September sind bereits die ersten Wettkämpfe geplant. In Zusammenarbeit mit Sponsoren und dem ASVÖ sind ab dem nächsten Sommer weitere Veranstaltungen angedacht.

Die beiden Schanzen sind vor allem für Anfänger geeignet. Aber auch für den Einstieg in den Olympischen Freestyle Schi Wettkampfsport kann das Training sehr wertvoll sein. Die Disziplinen Buckelpiste (Moguls), Schikunstsprung (Aerials), Slopestyle, Big Air und Halfpipe können hier besonders gut trainiert werden. Auch für alle anderen Schidisziplinen wie Schi Cross, Sprunglauf oder den alpinen Rennlauf ist die Anlage geeignet. Bereits im August werden die Alpinkader des Vorarlberger Schiverbandes die Trainingsmöglichkeiten nutzen. In naher Zukunft sollen zudem mehrere Trampoline für das Training zur Verfügung stehen.

Weitere Schanzen werden folgen

„Bis zur Gesamtfertigstellung werden noch weitere 25.000 Euro notwendig sein. Insgesamt stehen dann vier Schanzen für die Trainings bereit. Dies ist allerdings nur in Zusammenarbeit mit Sponsoren realisierbar“, erläutert Krojer abschließend.

„Schnuppertrainings“

Auch für jugendliche Neueinsteiger und Interessierte (Erwachsene in Ausnahmefällen) wird es die Möglichkeit eines „Schnuppertrainings“ geben. In Zusammenarbeit mit der Firma HEAD steht die gesamte Trainingsausrüstung für eine geringe Aufwandsentschädigung zur Verfügung. Johann Krojer wird die Neueinsteiger persönlich beim ersten Training betreuen und entdeckt so möglicherweise das eine oder andere Talent für den Freestyle Sport. 

Internationale Zusammenarbeit

Seit zwei Jahren gibt es das grenzüberschreitende EUREGIO Freestyle Projekt zwischen Österreich und Bayern, das Krojer ebenfalls federführend begleitet. Das Wasserschanzen-Zentrum in den Rheinauen gilt fortan als zentrale Drehscheibe im Vier-Länder-Eck sowie als Österreich-Zentrum, speziell für die olympischen Bewerbe Buckelpiste und Schikunstsprung. Wichtigstes Ziel ist dabei, einen Vorarlberger Teilnehmer zu den nächsten olympischen Winterspielen entsenden zu können.

Zur Person Johann Krojer

Johann Krojer ist bereits 42 Jahre lang aktiv im Freestyle Schi Sport tätig. Mit 20 Schülern verwirklichte er von 1992 bis 1996 in seiner ehemaligen Schule in Wien das größte Freestyle Wasserschanzen Zentrum Europas. Aufgrund seiner familiären Situation wechselte Krojer 2001 nach Vorarlberg und baute am Sportgymnasium Dornbirn eine neue Freestyle Schi Gruppe auf. Nun zeichnet er auch für das weitere wichtige Freestyle Trainingszentrum in Vorarlberg verantwortlich. 

Social Media

Die Entstehung des Vorarlberger Wasserschanzen Freestyle Zentrums Rheinauen Hohenems/Altach wird von Schülern auf Instagram unter „wasserschans“ dokumentiert.

 

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