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Sparkurs: Ärzte fordern mehr Mitsprache

Schwarzach - Die Ärzte fordern ein Mitspracherecht bei der Umsetzung von Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich. In Punkto Direktabgabe von Medikamenten durch Ärzte regt sich Widerstand. Interview | Kritik

„Wir sind die Spieler in diesem System und müssen damit umgehen“, betonte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Walter Dorner, im Gespräch mit den „VN“. Ein entsprechendes Schreiben sei bereits an Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky ergangen.

Selbst wissen die obersten Ärztevertreter allerdings auch noch nicht genau, was der Hauptverband der Sozialversicherungsträger plant. „Wir warten auf das Papier“, so Dorner.

Klar ist für ihn hingegen, dass für die Kassen genug Geld da wäre, wenn endlich das Verschreibesystem abgeschafft würde. Bei allen Problemen glaubt er jedoch, dass die Politik doch so viel Charakter hat, das europaweit vorzeigbare Gesundheitswesen “nicht an die Wand zu fahren“.

Wenig Freunde hat sich Walter Dorner mit seiner Forderung nach einem direkten Arzneimittelvertrieb durch Hausärzte bei den Apothekern gemacht. Das würde sowohl für die Patienten als auch für das Gesundheitssystem deutliche Nachteile bringen, meinte deren Präsident, Mag. Heinrich Burggasser. Die begrenzten Öffnungszeiten der praktischen Ärzte von oftmals weniger als 20 Wochenstunden machten eine Arzneimittelversorgung durch Ärzte rund um die Uhr schlichtweg unmöglich.

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