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Sparen mit Strategie

Der Verfassungsgerichtshof hat in diesem Jahr die Erbschafts- und Schenkungssteuer wegen veralteter Bewertungsregeln und ungleicher Behandlung der einzelnen Vermögensarten als verfassungswidrig aufgehoben. Journal Steuerberater

Allerdings nicht mit sofortiger Wirkung, sondern erst mit 31. Juli 2008. Bis dahin werden noch etwa 60.000 Verlassenschaften steuerpflichtig sein, was als ungerecht empfunden wird.

Will der Gesetzgeber das Auslaufen der beiden Steuern zum 31. Juli 2008 vermeiden, so müsste er das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz verfassungskonform reparieren, z. B. durch eine Anhebung der Einheitswerte unter gleichzeitiger Erhöhung der Freibeträge. Wenn sich die Politiker – wie es derzeit eher scheint – dazu entschlossen haben, die Steuern auslaufen zu lassen, so wäre es ehrlicher und gerechter, sie mit sofortiger Wirkung abzuschaffen.

Denkbar ist auch, dass das Gesetz erst im Zuge der Steuerreform 2010 repariert wird. Dadurch würde sich zwischen 1. August 2008 und Neuinkrafttreten im Jahr 2010 ein Fenster der Nichtbesteuerung eröffnen.

Allgemein gültige Aussagen sind eher schwierig, individuelle Beratung im Einzelfall macht Sinn. Die einfachste Gestaltungsmöglichkeit ist das Hinausschieben von Schenkungen auf einen Zeitpunkt nach dem 1. August 2008. Dies erfolgt entweder durch Abschluss des Schenkungsvertrages erst nach diesem Zeitpunkt oder sofortigen Schenkungsvertrag, jedoch mit Übergabestichtag.

Werden unbedingt davor Geldmittel benötigt, sollte jetzt ein Darlehen gegeben werden. Nach dem 1. August 2008 kann auf das Darlehen steuerfrei verzichtet werden. Der Verzicht darf dabei aber nicht von vornherein vereinbart sein.

Gerade bei Liegenschaften kann es Sinn machen, die Übertragung jetzt durchzuführen, dabei aber eine Gegenleistung (z.B. Wohnrecht, Kreditübernahme) zu vereinbaren, auf die nach dem 1. August 2008 theoretisch wieder steuerfrei verzichtet werden kann. Sogar bereits bezahlte Schenkungssteuer kann mitunter zurückerlangt werden, wenn zivilrechtlich eine Widerrufsmöglichkeit besteht und ein Geschenk herausgegeben werden muss.

Da die Erbschaftssteuer erst mit dem 1. August 2008 außer Kraft tritt, sind auch Testamente zu überprüfen. Mitunter kann das Testament erbschaftssteuerlich optimiert werden.

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