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Spanien: Tausende protestieren gegen ETA

Tausende protestieren schweigend gegen die ETA in der spanischen Stadt Portugalete. Der Protest ist eine Reaktion auf den jüngsten Bombenanschlag in Portugalete.

Tausende Menschen haben am Samstag mit einem Schweigemarsch in der spanischen Küstenstadt Portugalete gegen den jüngsten mutmaßlichen Anschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA protestiert.

Nach Schätzung der Organisatoren marschierten rund 50.000 Menschen durch die Straßen der Kleinstadt, wo am Donnerstag ein Bombe explodiert war. Der Sprengsatz hatte eine Lokalpolitikerin der Sozialisten und ihren Leibwächter leicht verletzt. Politiker von fast allen politischen Parteien nahmen an dem Protestmarsch teil.

Angehörige der Opfer führten den Schweigemarsch mit Spruchbändern an, auf denen zu lesen war: „ETA Nein. Frieden und Freiheit“. Am Ende des Protestzuges verlas der sozialistische Bürgermeister der Stadt ein Kommunique. Er verurteilte die Gewalt der ETA und rief alle demokratischen politischen Kräfte zur Einheit auf, damit gewalttätige Personen isoliert würden. Vergangene Wochen hatten Tausende in Bilbao gegen die ETA protestiert, nachdem ein junger Politiker bei einem Anschlag ein Bein verloren hatte.

Für den Anschlag in Portugalete machten Politiker die Separatistenorganisation ETA verantwortlich, die seit Jahrzehnten gewaltsam für einen unabhängigen Baskenstaat kämpft. Mindestens 800 Menschen fielen diesem Kampf bisher zum Opfer.

Von der Europäischen Union und den USA wird die ETA als „terroristische Organisation“ eingestuft. Im Jänner 2000 hatte sie einen 14-monatigen Waffenstillstand beendet und sich seitdem zur Ermordung von 38 Menschen bekannt.

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