SPÖ und Grüne vermuten Missstände in den städtischen Pflegeheimen.

Pflegeheim Dornbirn
Pflegeheim Dornbirn ©Stadt Dornbirn
Dornbirn (VN-ha) Grüne und Sozialdemokraten sehen immer mehr dunkle Wolken über den beiden städtischen Pflegeheimen aufziehen. Sie wollen von Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele wissen, ob er Kenntnis über die Gründe einer sonderbaren Kündigungswelle hat.

Dieser sieht keinen Anlass zur Sorge. Im Gegenteil: Er ist überzeugt, dass der Betrieb reibungslos funktioniert. Bei Grün und Rot hingegen läuten die Alarmglocken. „Nach Kündigungen von langjährigem, ausgezeichnetem Pflegepersonal im Pflegeheim Lustenauer Straße geschieht nun das gleiche in der Höchsterstraße“, vermuten SP-Stadträtin Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger und die grüne Stadtvertreterin Ingrid Benedikt Probleme der Führung im Umgang mit dem Personal. Nach Aussage der beiden Stadtpolitikerinnen gibt es klare Verdachtsmomente für Mobbing oder Ungereimtheiten bei Dienstplänen: „Es kommen ständig Beschwerden aus den Pflegeheimen, und es werden immer mehr“. Nun verlangen Sprickler-Falschlunger und Benedikt Einsicht in eine von der Stadt durchgeführten Befragung des Personals. „Kritik entkräftet“ Was bei der Erhebung, die bereits am 23. Mai durchgeführt wurde, genau heraus- gekommen ist, behält die Stadt für sich. Bürgermeister Rümmele sagt nur soviel, dass die vorgebrachte Kritik durch die Untersuchung entkräftet wurde: „Sowohl die Personalsituation als auch die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner sind überdurchschnittlich gut.“ Auch bei der Personalbesetzung liege man qualitativ und quantitativ über den gesetzlichen Anforderungen des Landes. Klagen von Bewohnern seien ihm – mit einer Ausnahme – keine zu Ohren gekommen. Keine Privatisierung In Dornbirn denkt derzeit niemand daran, die Pflegeheime zu privatisieren, wie dies schon in vielen Gemeinden geschehen ist. Anfang 2006 wurden die beiden Häuser in der Lustenauer-Straße und Höchster Straße Teil der Dornbirner Gesundheitsbetriebe. „Dieser Schritt war wichtig, um die Finanzierbarkeit der Gesundheitseinrichtungen langfristig zu sichern“, begründet der Bürgermeister die Neuorganisation. Es sei gelungen, mit einer deutlichen Abgrenzung von Pflege- und Betreuungstätigkeiten die Qualität der Pflege zu sichern.

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