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"Sorgen der Eltern ernst nehmen"

©VN-Grafik/ Orthophotos 2006 Land Vlbg.
Dornbirn - Was die Drogenberatung und Betreuung Drogensüchtiger angeht, herrscht in der Stadtvertretung Einigkeit: Den Betroffenen muss professionell geholfen werden. Aus diesem Grund bemühte sich die Stadt um ein Grundstück für den Neubau des "Ex & Hopp".
Hier wird das "Ex & Hopp gebaut

Nun hoffen die Politiker, dass das Land möglichst rasch grünes Licht für den Spatenstich gibt. Grund: Derzeit befindet sich die Drogenberatungsstelle in direkter Nachbarschaft der neuen Ausweichschule im Fischbach. Hier werden ab September erstmals Kinder unterrichtet. Es gibt nun Befürchtungen von Seiten der Eltern, dass es zu unerwünschten Kontakten mit den Klienten des “Ex & Hopp” kommen könnte. “Wir müssen die Ängste der Eltern ernst nehmen und rechtzeitig mit ihnen das Gespräch suchen”, hofft Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele auf ein konfliktfreies Nebeneinander bis zum Umzug in die Quellengasse, dem zukünftigen Standort der Drogenberatungsstelle. SP-Stadtrat Mag. Gebhard Greber, der den Bürgermeister für dessen Bemühungen bei der Grundstücksuche ausdrücklich lobt, fordert, dass sich die “Ex & Hopp”- Besucher ab Schulbeginn nicht mehr im Freien aufhalten, um Kontakte zu Schülern auszuschließen. Stadtrat Martin Konzet von den Grünen sieht die Nachbarschaft als Chance, mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht über das Drogenproblem allgemein zu reden und sie zu informieren, warum diese Menschen eine besondere Betreuung und eine Anlaufstelle brauchen.

500 Klienten

Laut Bernhard Amann, Leiter der “Ex & Hopp”, verzeichnet Vorarlberg bundesweit den höchsten Anteil an drogenabhängigen Menschen. Allein das “Ex & Hopp” in Dornbirn betreut 500 Menschen, 90 Prozent stammen aus dem Bezirk. Um Nachbarschaftskonflikte zu vermeiden, werden vom Personal auch rund ums Haus Kontrollen durchgeführt. Angst haben müsse vor der Drogenberatungsstelle niemand, hofft Amann auf mehr Verständnis: “Das ,Ex & Hopp ist seit 14 Jahren in der Dr.-Anton-Schneider-Straße beheimatet. Und mir ist kein junger Mensch aus der Nachbarschaft bekannt, der durch unsere Anwesenheit drogenabhängig wurde.”

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